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Archiv für die Kategorie: Japan 2020

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Letzter Tag in Tokio und Heimreise

14. März 2020/0 Kommentare/in Japan 2020/von Manuela und Stefan

Unser letzter Tag in Tokio bricht an. Es regnet in Strömen. Das wussten wir aber schon, da die Wettervorhersage in den letzten drei Wochen immer richtig war. Für heute hatten wir demnach nur noch Indooraktivitäten geplant. Das erste Mal im Urlaub schlafen wir länger und stehen erst um 9:30 Uhr auf. Koffer fertig packen, alles reisefertig machen, Koffer in der Lobby verstauen und um 11 Uhr geht es auch schon los. Heute steht das Einkaufscenter Isetan Shinjuku am Plan. Das Kaufhaus hat 13 riesige Etagen. In den unteren Geschossen werden die tollsten Lebensmittel verkauft. Eigentlich wollten wir hier frühstücken, aber das stellt sich als schwieriger als gedacht heraus. Hier kann man nur einkaufen, aber nicht essen. Essen auf der Straße, beim Gehen oder irgendwohin setzen und essen ist in Japan verpönt und wird als sehr unhöflich empfunden. So gustieren wir nur mal und fahren später die Etagen hoch, auf der Suche nach einem Cafe. Wir finden auch eines, eingebettet zwischen zwei Luxusdamenaustattergeschäften. Sehr zu unserer Freude gibt es auch Espresso, was in Japan nicht so oft vorkommt. Doch leider kein Gebäck sondern nur Süßspeisen. Die mögen wir zwar gerne, nur halt nicht zum Frühstück. So ziehen wir nach dem Cafe gleich weiter auf der Suche nach Mittagessen, welches Stefan durch einen Verbindungsgang im Kaufhaus nebenan ausfindig macht. In all diesen Geschäften werden ebenfalls sehr delikate Lebensmittel angeboten. Wunderschön angerichtet werden sie zum Verkauf angeboten. Heute ist zudem „White day“ in Japan. Dieser Tag ist mit dem Valentinstag vergleichbar und Männer und Frauen beschenken sich gegenseitig. Beim Chocolatier stehen die Leute Schlange und werden von einer Angestellten immer nur in kleinen Gruppen eingelassen, die anderen warten geduldig vor dem Geschäft.

Jede Etage hat andere Schwerpunkte mit exquisiten Waren, von wunderschönem japanischen Papier bis hin zu Küchenmöbeln kann man hier alles kaufen. Am Dach entdecken wir einen großen Garten wo wir sogar zwei Kirschbäume in voller Blüte sehen.

Am Nachmittag sind noch viel mehr Leute hier einkaufen. Wir verbringen den ganzen Tag hier und kaufen Matetee und in einem Weinhandel noch eine große Flasche Sake, denn der nächste Abend mit lieben Freunden kommt bestimmt.

Am Abend fahren wir in die Nähe des Hotels und essen nochmals in einem Ramen Lokal. Anschließend schlichten wir unser Gepäck nochmals um, damit wir die Sakeflasche noch unterbringen und fahren zum Flughafen. Bei der Anzeige sind schon einige Flüge als gecancelt markiert, unser Flug scheint aber planmäßig zu gehen. Am Flughafen in Tokio gibt es super Lokale. Wir essen noch ein letztes Mal köstliche, frische Thunfisch Sushi.

Die restliche Zeit verbringen wir in der Lounge, bis unser Flug planmässig am Sonntag Früh um 1:55 Uhr startet.

Beim Boarding zählen wir rund 50 Passagiere. Die Maschine ist fast leer und die Plätze wurden so vergeben, dass vor uns und hinter uns mehrere Reihen leer sind. Es konnte sich jeder eine eigene Sitzreihe zum Schlafen nehmen. Das war diesmal wirklich Luxus. Somit konnten wir mehrere Stunden im Liegen schlafen.

Nach 12 Stunden Flugzeit landen wir pünktlich um 6 Uhr Früh in Wien.

Fazit unserer Reise

Für Japan gibt es für Sommermenschen, wie wir es sind, wahrscheinlich nie die perfekte Reisezeit, da es entweder so kalt ist wie in Europa, im Frühling zu viele Touristen wegen der Kirschblüte hier sind oder es zu heiß und feucht ist im Sommer oder Taifune im Herbst. Aber Japan ist ein großartiges Land zum Bereisen, da ist das Wetter definitiv Nebensache.

Wie bereits im Blog mehrmals erwähnt, sind die Japaner stets freundlich, zuvorkommend und auf ein gutes Miteinander bemüht. Jeder einzelne ist darauf bedacht, das Land sauber zu halten und ist patriotisch. Kurz gefasst, ein wunderbares Land, großartige, open minded Menschen, die man einfach mögen muss und obendrauf gibt es überall sensationelles Essen.

Wir sind sehr froh, trotz dem Abraten von ein paar wenigen Freunden und Bekannten diese Reise gemacht zu haben und hatten trotz der Coronavirus Hysterie keine Minute daran gedacht vorzeitig nach Hause zu fahren.

Wir hatten großartige drei Wochen, konnten viel erleben und viele tolle Menschen kennenlernen.

What a wonderful world.

Wir bedanken uns bei all jenen, die uns auf diesem Wege ein Stück auf unserer Reise begleitet haben.

Frei nach unserem Motto verabschieden wir uns bei euch:

„Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub“

Bis bald und alles Liebe,

Manuela & Stefan

https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png 0 0 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2020-03-14 22:00:002020-03-16 07:17:51Letzter Tag in Tokio und Heimreise

Tokio: Laufen, Messer & Karaoke

13. März 2020/0 Kommentare/in Japan 2020/von Manuela und Stefan

Heute Früh laufen wir zum Fischmarkt, der nur wenige Kilometer von unserem Hotel entfernt ist, dort wollen wir auch gleich frühstücken. Auf den Straßen ist deutlich mehr los, da viele schon am Weg in die Arbeit sind. Es ist wieder sonnig und frühlingshaft warm.

Beim Fischmarkt angekommen, erfahren wir, dass dieser hier nur noch im kleineren Format besteht, der große Fischmarkt ist ein ganzes Stück weiter übersiedelt, ist aktuell aber wegen dem Coronavirus für Besichtigungen gesperrt.

Eine spontane Planänderung und wir laufen weiter zum Tokugawa Garten, der sich in der Nähe befindet.

Der Garten ist um einen Teich herum angelegt und illustriert die natürliche Landschaft Japans. Besonders schön sind die alten Pinienäume aber auch die Rapsfelder, Zwetschgenbäume und all die andere Gewächse verleihen dem Park ein besonderes Flair. Die ersten Blüten zeigen sich schon in ihrer Pracht, wie schön muss es hier erst sein, wenn in den nächsten Wochen alles in voller Blüte steht.

Inzwischen ist es Vormittag und der Wunsch nach Frühstück macht sich breit. Am Rückweg zum Hotel fallen wir in einer Bäckerei ein, die sich in einem schicken Hotel befindet.

Am Nachmittag steht flanieren im Ginza Viertel am Programm. Hier reihen sich die Einkaufscenter und in deren Inneren finden sich fast ausschließlich Luxuslabels.

Genug gesehen, fahren wir noch weiter in die Kappabashi Straße. Hier befindet sich ein Hauswarengeschäft neben dem anderen. Seit wir in Kyoto das Messer gekauft haben sind wir völlig fasziniert davon und möchten nun auch noch ein Brotmesser kaufen. In einem Messergeschäft in dem viele professionelle Köche ihr Kochwerkzeug kaufen, werden wir auch fündig. Die Freude ist jetzt schon groß, wenn wir unsere neuen Küchenutensilien zu Hause ausprobieren können. Es ist auch schon Ladenschluss. Wir bringen unsere Einkäufe ins Hotel und machen uns fertig fürs Abendessen.

Dieses wollen wir heute im Shinjuku Viertel rund um die Golden Gai Straße zu uns nehmen. Die Golden Gai liegt zirka eine halbe Stunde U-Bahnfahrt vom Hotel entfernt.

Schon am Weg hin sind wir uns einig, heute nach dem Essen in einer der kleinen Bars nur noch einen schnellen Absacker zu nehmen und dann nach Hause zu fahren. Wir haben heute schon mehr als 22.000 Schritte gemacht und sind ziemlich müde. Unsere Wahl fällt auf ein Bulgogi Lokal und wir grillen unser Fleisch am Tischgrill. Zum Leidwesen von Stefan sitzen wir wieder am Boden im Schneidersitz.

Für den Absacker danach suchen wir uns in den sehr schmalen Gassen nebenan eine kleine Bar. In diesen Gassen sind ausschließlich Bars aneinandergereiht. Allesamt sehr klein und gesteckt voll.

Wir werden in eine überfüllte hineingebeten. Dort wird Karaoke gesungen. Das hatten wir eigentlich erst für morgen geplant, aber die Stimmung dürfte gut sein, also gehen wir rein.

Wir lernen gleich mal 4 Männer aus Serbien kennen. Einer von Ihnen ist Profi Volleyballspieler und lebt in Tokio, die anderen sind bei ihm zu Besuch. Es stellt sich ein weiteres Pärchen zu uns. Die beiden sind aus Schweden. Schnell sind wir eine größere Gruppe,unterhalten uns bestens und singen auch gemeinsam. Vor allem Stefan und Peter der Volleyballspieler geben ein Duett zum Besten.

Aus dem geplanten kurzen Besuch wurden ein paar Stunden. So verlassen wir alle lange nach der letzten Metro die Bar und fahren um halb drei Uhr Früh mit dem Taxi nach Hause. Unser Taxifahrer verpasst dann noch die Abzweigung zu unserem Hotel, entschuldigt sich höflich und stellt sofort das Taximeter ab. Ja, so sind sie Japaner. So viele nette, höfliche und zuvorkommende Menschen sieht man wirklich nur in Japan.

What an amazing night!

https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png 0 0 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2020-03-13 22:00:002020-03-15 07:52:10Tokio: Laufen, Messer & Karaoke

Tokio

12. März 2020/0 Kommentare/in Japan 2020/von Manuela und Stefan

Heute Früh stürzen wir uns gleich ins Großstadtgetümmel. Wow, was für eine Stadt. Sehr cool, architektonisch erste Klasse, total lebendig und trotzdem nicht laut, weil sich die Japaner generell sehr ruhig verhalten. In den Einkaufsstraßen hört man jede Menge Ansagen oder Musik aus den zahlreichen Lautsprechern der vielen Geschäften.

Nach dem Frühstück wollen wir uns als nächstes das Manga Viertel in Akihabara ansehen.

Ein Manga Mädchen spricht uns auch schon an und lädt uns ein, in das Maid Cafe zu kommen.

Das geben wir uns jetzt und denken, dass das ein ganz normales Cafe nur mit etwas kindischem Personal sein wird. Doch da liegen wir völlig falsch. Sie führt uns mit dem Aufzug in ein Obergeschoß, als die Türen öffnen, werden wir laut quietschend von 4 Mädchen in ihren Maidkostümen begrüßt. Wir trauen unseren Augen nicht. Der ganze Raum ist rosa und es sieht aus wie in einem Prinzessinenhaus. Unfassbar, dass hierher auch erwachsene Menschen kommen. Die Speisekarte sieht aus wie eine für Kinder. Man kann zwischen verschiedenen Paketen wählen, die entweder ein Gericht oder auch nur ein Dessert inkludieren.

Jedes dieser Angebote beinhaltet ein Foto mit dem Mangamädchen. Fotos vom Raum und den Mädchen darf man nicht machen. Gegen eine zusätzliche Gebühr würden die Mädchen auch eine kurze Tanz- und Singshow vorführen. Aber das lassen wir aus. Wir müssen ständig irgendein Kindersprüchlein nachplappern und „miau“ rufen, als der Eisbecher serviert wird. Als ich die Mädchen frage, wie alt sie sind, antworten sie mit „3 and 5 years“. Wir können es nicht nachvollziehen, warum selbst Einheimische hier scheinbar ihre Mittagspause verbringen und Essen bestellen, welches mit kindlicher Dekoration serviert wird.

Man darf hier maximal eine Stunde verbringen, dann muss man das Cafe wieder verlassen. Diesen Zeitrahmen wollen wir keinesfalls ausschöpfen und gehen schon bald wieder. Draussen auf der Straße treffen wir noch auf einige Maids. Wir sind immer noch total irritiert von dem Erlebnis.

Als nächstes besuchen wir ein Fotogeschäft und begutachten die vielen verschiedenen Fotoapparate, da Japan als das Herstellerland in Sachen Kameras zählt.

Beim Flanieren durch die Stadt stoßen wir auf ein Standing Sushi Lokal. Wie der Name schon verrät, steht man beim Essen an der Bar, wählt aus dem Sushiangebot, welches frisch vor uns zubereitet wird. Wir entscheiden uns für 5 verschiedene Sorten Thunfisch und weil die sooo gut sind, bestellen wir noch eine zweite Runde.

Satt gegessen und glücklich, geht es weiter zur Shibuya Crossing.

Diese Kreuzung ist immer stark belebt. Der überbreite und kreuz und quergehende Zebrastreifen erlaubt es allen Fußgängern gleichzeitig zu gehen, weil auf allen Seiten die Fahrzeuge angehalten werden.

Es ist total spannend zu beobachten wie gut das funktioniert. Zu Stoßzeiten laufen hier angeblich um die 15.000 Menschen pro Grünphase über die Kreuzung.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im belebten Shibuya Viertel, welches als beliebter Treffpunkt in Tokio bekannt ist. Wir entdecken eine schicke Rooftop Bar, von deren Terrasse wir einen guten Blick auf die Shibuya Kreuzung haben und der wir am Abend unbedingt einen Besuch abstatten möchten.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang wollen wir bei der Rainbow Bridge sein. Man sollte hier immer genug Zeit einplanen. Einerseits ist vor allem in der Metro vieles auf Englisch angeschrieben, folgt man allerdings dem Wegweiser, sucht man spätestens bei der nächsten Weggabelung vergebens weitere Hinweise. Wir sind die letzten Wochen schon den einen oder anderen leeren Kilometer gelaufen.

Das letzte Stück zur Rainbow Bridge führt uns über ein riesiges Plateau mit beeindruckenden Wolkenkratzern.

Tokio erinnert mich an Manhattan, nur etwas weniger eng bebaut uns ruhiger. Der Blick auf die Rainbow Bridge ist ein beliebter Spot für Fotografen.

Wie im Zeitraffer wird der Tag zum Abend und die Stadt wird nach und nach mehr beleuchtet.

Wir verbringen hier gut eineinhalb Stunden, bis wir vom Wind völlig durchgefroren zurück ins Shibuya Viertel fahren. Wir haben heute Gyoza Gusto und finden rasch ein Restaurant. Es stellt sich heraus, dass wir unsere Bestellung vorm Restaurant beim Automaten vornehmen müssen.

Im Inneren werden wird uns dann an der Bar das Essen serviert.

Den Abend lassen wir in der Skybar an der Shibuya Kreuzung ausklingen.

https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png 0 0 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2020-03-12 22:00:002020-03-14 15:46:22Tokio
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