Position: Marina Muelle de Deportivo, Las Palmas

Heute vormittag haben wir 2 Seminare besucht.

Andreas und Michael waren beim „Provisioning“. Dabei wurden sie darin bestätigt, dass bei der Planung nichts vergessen wurde.
Die beiden Stefans haben nach dem „Rigging“-Seminar gleich die Takelage überprüft und fast alles für bestens befunden. Kleinere Mängel werden morgen behoben.

Die fehlende Sicherheitsausrüstung wurde besorgt und montiert. Dann ging es raus zum Segeln.

Segeln
Nach dem Sortieren aller Leinen und Blöcke des Spinnakergeschirrs, setzten wir zum ersten Mal unseren 170 m² großen Spinnaker und rauschten über die Wellen.

Spinnaker

Abends hat Andreas noch unseren Honda-Generator getestet – nun sind wir auch bestens mit Strom versorgt.

Position: Marina Muelle de Deportivo, Las Palmas

Vorab ein Nachtrag zu Tag 5, da wir am Abend des Tages 4 so glücklich waren endlich auf dem Wasser zu sein, dass wir dies ausgiebig in Puerto Rico feiern mussten.

Dann der frühe Start in den ARC Hafen von Las Palmas, um den letzten Mann Michael abzuholen.

Nach sieben harten Stunden (6 Bft, Wellen utopisch hoch, wenig Schlaf, vielleicht doch zu viel gefeiert…) fast am Ausgangspunkt der Atlantiküberquerung – noch mussten wir in der Bucht vor dem Hafen vor Anker gehen – den Stegplatz bekommen wir erst „Manjana“… Sonja hielt sich hervorragend, das Ruder ist wie neu. Jedenfalls ging es uns nach diesem Tag nicht besonders gut. Stefan K. und Andreas waren schon auf See mehr tot als lebendig. Der tapfere Stefan O. bewältigte die Strecke quasi alleine, dementsprechend müde war er am Abend. Nicht einmal die übermässig gute Laune vom Frischankömmling Michael konnte den Rest der Crew dazu bewegen noch einen Statusbericht ins Netz zu stellen.

Sabine hat uns dankenswerter Weise mit Crew T-Shirts versorgt.

Crew

Crew

Tag 6 gestaltete sich umso erfreulicher und alle sind wieder wohlauf. Die Erledigungen gehen leicht von der Hand – es gibt kein „das geht nicht“ oder ein „Manjana“: Hafenplatz haben wir problemlos bekommen, die Zollpapiere für die Einfuhr des Generators, der mittlerweile schon am Flughafen ist wurden erstellt, die Sonja wurde einer Generalreinigung unterzogen.

Schrubben

Schrubben

Auch 400 Liter Wasser haben wir schon gekauft.

Einkauf

Einkauf

Der Safetycheck der ARC ist halbwegs gut gelaufen, wir haben nur noch ein paar Kleinigkeiten nachzuliefern.

Heute geht es noch zur Happy Hour, dann wieder frueh ins Bett…

Position: weiterhin in Puerto Rico, aber immerhin schon am Wasser

Das Ruder ist heute fertig geworden.

Ruder

und bekam von Sigi den letzten Anstrich!

Sigi malt

Die Sonja hatte den ersten Wasserkontakt und stach vor Puerto Rico so richtig in See.

Sonja geht baden

 

Sonja geht baden

Endlich, denn nach drei Tagen Leben in der Werft und aufkommender Agonie war es nun wirklich Zeit. Das Vorsegel wurde noch abmontiert – es wird noch geflickt – das Ersatzsegel ist super extraschnell. Bei 5 Windstärken und recht rauhem Seegang ging es hinaus aufs offene Meer, ein paar Manöver wurden unter Regattabedingngen auf supercool trainiert und unserer Blut konnte sich an die schaukelnden Bedingungen einschwingen.

Segeln

Andreas hat am Ruder eine Superfigur gemacht und die beiden Stefans haben gewinscht, gewinscht und gewinscht.
Morgen gehts nach Las Palmas, um sharky Michael abzuholen. Dann sind wir komplett – stark – und auf dem Weg!

Endlich ist es soweit, wir haben das kalte Wien hinter uns gelassen und sind nun in Gran Canaria – womit wir schon bei der ersten, guten Nachricht des Tages sind. Empfangen wurden wir am Flughafen von Ricci, ein GTT Reiseleiter, der anstelle meiner lieben Freundin Anna gekommen ist. (Anna ist hochschwanger und musste zur Geburtsvorbereitung).

Ricci am Flughafen

Ricci hat uns einen Transfer zur Werft von Puerto Rico organisiert, wo unsere „Sonja“ derzeit zur Reparatur am Trockendeck steht.

Sonja am Trockendeck

Somit sind wir über die zweite, gute Nachricht des Tages zur ersten unerfreulichen Nachricht gelangt. Am Tag unserer Abreise haben wir erfahren, dass es ein kleineres Problem mit dem Ruder gibt.

Ruder

Das kleinere Problem hat sich als ein unbrauchbares Ruder herausgestellt – ein gröberes Problem – welches jedoch in den nächsten Tagen behoben sein sollte. Sigi, ein Landsmann, kümmert sich um die Gesundheit der Sonja und versprach das Boot spätestens am Samstag wieder ins Wasser zu setzen – sofern die südländische Mentalität dem nicht entgegenwirkt. Zu dem Hauptproblem des Ruders gesellen sich noch weitere „Kleinigkeiten“:

Der Sonnenschutz der Genua (Vorsegel) muss überholt werden, die Einspritzpumpe des Diesel spritzt ein bisschen, der Ankerwinschmotor ist abgebrannt und wird erneuert, teilweise fehlt von der ARC vorgeschriebene Sicherheitsausstattung.

Unsere gute Laune war somit getrübt – aber wir haben ja noch ein Wenig Zeit alles in Schuss zu bringen – der Grund warum wir ja so früh angereist sind. Jedenfalls hat sich unser Zeitplan geändert: wir sitzen bis am Samstag hier fest und werden es uns gemütlich machen müssen.

Höhepunkt des heutigen Tages war ein ausgiebiger Wellenritt in den Fluten des Atlantik, der uns auf diese Weise herzlich willkommen hiess!