Position: Roque Nublo & Marina Muelle deportivo, Las Palmas

Zwei Tage vor dem Start haben wir uns nocheinmal in die Berge begeben und den einen oder anderen Gipfel bezwungen.

Roqe Nublo

 

Roqe Nublo

 

Roqe Nublo

 

In den nächsten drei Wochen werden wir wohl keine abwechslungsreichen Landschaftsbilder liefern können, höchstens einige Wellenberge und Wellentäler.

Die Provianteinkäufe nehmen kein Ende! Zum Schluss besorgten wir noch Orangen, Bananen, Zitronen, Gemüse. Alles musste einzeln gewaschen und getrocknet werden. EINZELN!!

Gemüse

Ab jetzt: letztes Abendessen an Land, letztes Duschen, letztes Wassertanken, letztes unbewegtes Frühstück, letzte Nacht im Hafen für lange lange Zeit.
Die Stefans hatten heute ihr letztes Briefing vor dem Start: Wetter, Regeln, 250 Schiffe am Start, Route, Taktik. Alle kämpfen mit gemischten Gefühlen. Der Abschied von den Lieben, von den täglichen SMS und Telefonanrufen, der aufkommende Ehrgeiz trotz der abgrundtiefwahnsinnigen Handicaps (unser Schiff sollte auf dem Papier 5ter!!!!!!!!! werden, daher wird uns zu jeder Stunde die wir fahren 6 Minuten und 30 Sekunden Zeit dazugerechnet), und was wird auf uns zukommen…?

Morgen Früh machen wir uns noch ein Haufen Sandwiches für die ersten zwei Tage. Wir werden versuchen, so wenig wie möglich unter Deck zu sein, um unseren Körpern die nötige Zeit zu geben, sich an die wackelnden Verhältnisse zu gewöhnen. Nach zwei Tagen sollten wir dann wieder im Stande sein zu kochen und uns bei Euch zu melden.

Also dann, danke dass Ihr so mit uns mitfiebert. Bis bald von hoher See, Eure 4 in einem Boot!

Way to go

Position: Marina Muelle de Deportivo, Las Palmas

Die letzten beiden Tage haben Michael und Andreas in Einkaufszentren verbracht. Die Stefans sind durch, um und auf das Boot geklettert, um auch noch die letzte mögliche Schwachstelle zu finden.

Stefan am Mast

Boot von oben

Das Boot ist jetzt fit für den Atlantik und vom Proviant her wahrscheinlich für eine ganze Weltumsegelung.

Einkauf

 

Einkauf

Einkauf Nachschlag

Im Hafen steigt so langsam die Spannung.

Schiffe

Schiffe

Die Mannschaften der Schiffe hirschen von früh bis spät auf den Decks und den Takelagen herum, hämmern, schrauben, sägen, schlichten Myriaden von Corte Ingles Einkaufskartons ein, fahren unvermittelt bei Dunkelheit aus dem Hafen und starren erwartungsvoll hinaus auf das offen Meer.

Gestern Abend hatten wir noch Besuch vom frischgebackenen Vater Rolf, der mit seiner Frau Anna hier auf Gran Canaria lebt und in seinem Radiosender Sun Radio über unsere Reise berichten wird.

Weitere Vorkommnisse der letzten Tage:

  • Schmutzwäsche wurde gewaschen und nicht gebügelt.
  • Unser Mietauto wurde im Halteverbot am Hafen abgeschleppt und musste mühsam wieder abgeholt werden.
  • Wir haben die ARC Sicherheitsvoführungen besucht und mitgemacht. Daher wissen wir jetzt, mit wieviel Wind man bei einer Helikopterrettung rechnen muss, wie man mit einer Rettungsweste ins Wasser springen sollte, ohne sich den Hals dabei zu brechen, wie man eine Rettungsinsel richtig aufstellt und wie man in diese hereinkommt, und wir wissen wie eng, feucht und heiss es da drinnen ist. Lasst uns hoffen dass wir diese nicht brauchen werden!

Position: Marina Muelle de Deportivo, Las Palmas

Heute vormittag haben wir 2 Seminare besucht.

Andreas und Michael waren beim „Provisioning“. Dabei wurden sie darin bestätigt, dass bei der Planung nichts vergessen wurde.
Die beiden Stefans haben nach dem „Rigging“-Seminar gleich die Takelage überprüft und fast alles für bestens befunden. Kleinere Mängel werden morgen behoben.

Die fehlende Sicherheitsausrüstung wurde besorgt und montiert. Dann ging es raus zum Segeln.

Segeln
Nach dem Sortieren aller Leinen und Blöcke des Spinnakergeschirrs, setzten wir zum ersten Mal unseren 170 m² großen Spinnaker und rauschten über die Wellen.

Spinnaker

Abends hat Andreas noch unseren Honda-Generator getestet – nun sind wir auch bestens mit Strom versorgt.

Position: Marina Muelle de Deportivo, Las Palmas

Vorab ein Nachtrag zu Tag 5, da wir am Abend des Tages 4 so glücklich waren endlich auf dem Wasser zu sein, dass wir dies ausgiebig in Puerto Rico feiern mussten.

Dann der frühe Start in den ARC Hafen von Las Palmas, um den letzten Mann Michael abzuholen.

Nach sieben harten Stunden (6 Bft, Wellen utopisch hoch, wenig Schlaf, vielleicht doch zu viel gefeiert…) fast am Ausgangspunkt der Atlantiküberquerung – noch mussten wir in der Bucht vor dem Hafen vor Anker gehen – den Stegplatz bekommen wir erst „Manjana“… Sonja hielt sich hervorragend, das Ruder ist wie neu. Jedenfalls ging es uns nach diesem Tag nicht besonders gut. Stefan K. und Andreas waren schon auf See mehr tot als lebendig. Der tapfere Stefan O. bewältigte die Strecke quasi alleine, dementsprechend müde war er am Abend. Nicht einmal die übermässig gute Laune vom Frischankömmling Michael konnte den Rest der Crew dazu bewegen noch einen Statusbericht ins Netz zu stellen.

Sabine hat uns dankenswerter Weise mit Crew T-Shirts versorgt.

Crew

Crew

Tag 6 gestaltete sich umso erfreulicher und alle sind wieder wohlauf. Die Erledigungen gehen leicht von der Hand – es gibt kein „das geht nicht“ oder ein „Manjana“: Hafenplatz haben wir problemlos bekommen, die Zollpapiere für die Einfuhr des Generators, der mittlerweile schon am Flughafen ist wurden erstellt, die Sonja wurde einer Generalreinigung unterzogen.

Schrubben

Schrubben

Auch 400 Liter Wasser haben wir schon gekauft.

Einkauf

Einkauf

Der Safetycheck der ARC ist halbwegs gut gelaufen, wir haben nur noch ein paar Kleinigkeiten nachzuliefern.

Heute geht es noch zur Happy Hour, dann wieder frueh ins Bett…

Position: weiterhin in Puerto Rico, aber immerhin schon am Wasser

Das Ruder ist heute fertig geworden.

Ruder

und bekam von Sigi den letzten Anstrich!

Sigi malt

Die Sonja hatte den ersten Wasserkontakt und stach vor Puerto Rico so richtig in See.

Sonja geht baden

 

Sonja geht baden

Endlich, denn nach drei Tagen Leben in der Werft und aufkommender Agonie war es nun wirklich Zeit. Das Vorsegel wurde noch abmontiert – es wird noch geflickt – das Ersatzsegel ist super extraschnell. Bei 5 Windstärken und recht rauhem Seegang ging es hinaus aufs offene Meer, ein paar Manöver wurden unter Regattabedingngen auf supercool trainiert und unserer Blut konnte sich an die schaukelnden Bedingungen einschwingen.

Segeln

Andreas hat am Ruder eine Superfigur gemacht und die beiden Stefans haben gewinscht, gewinscht und gewinscht.
Morgen gehts nach Las Palmas, um sharky Michael abzuholen. Dann sind wir komplett – stark – und auf dem Weg!