Tag 3 – Tiefen und Höhenmeter

Am Vormittag sind die beiden Stefans und der Michi zur Tauchstation, um dann mit dem „neuesten“ Equipment 2 mittelmäßige, jeweils 45 minutige Tauchgänge auf 17 Meter zu machen.

Nach dem Mittagessen fuhren wir gemeinsam mit Christian vom östereichischen Boot Seeadler (übrigens die ARC Gewinner der 2-Hand-Klasse) in den Süden der Insel, um den kleineren der zwei Pitons – die kegelförmigen Berge und Wahrzeichen der Insel – zu besteigen. Durch die atemberaubend dichte, tropische Vegetation ging es über 600 Höhenmeter über Stock und Stein fast senkrecht bergauf.

Piton


Da wir den Aufstieg etwas zu spät begannen, kamen wir in den Genuss oben den Sonnenuntergang zu erleben.

Umso erschwerlicher gestaltete sich der Abstieg im stockdunklen Urwald.

Piton

Nach einem guten Abendessen im nächstgelegenen Ort ging es dann Richtung Marina. Die Fahrt war sehr spannend, da unser Tank fast leer war, die Tankstellen aber alle geschlossen hatten. Knapp vorm Ziel wurden wir noch von einem Betrunkenen mit seinem Auto geschnitten und es kam zu einer Kollission ohne größeren Schaden. Dennoch war die Aufregung groß, als sich ein zivilcouragierter Passant auf unsere Seite schlug und es fast zu einer Straßenschlägerei kam. Um Mitternacht kamen wir dann wohlbehalten bei unserer Sonja an.

Tag 2 – St. Lucia wird erkundet

Das Marinaleben ist wohl sehr nett, gut organisiert und amerikanisch weihnachtlich,

Christmas
aber uns interessiert das ursprüngliche St. Lucia. Gestern Abend waren wir auf dem Event des Jahres: Die ARC Party samt Livekonzert auf Pigeon Island und ließen uns von den unglaublich schnellen karibischen Rhythmen mitreissen.

Party
Heute bestiegen wir unseren klapprigen 4WD und erkundeten die Insel. Mehrere Stunden abenteuerlicher Dschungelpfade

Dschungel

 

führten uns zum einsamen Strand ‚Grande Anse‘ im Osten der Insel, wo wir 4 Robinsons dann auch fast den ganzen Tag verbrachten.

Beach

Beach

Beach

Beach

Ein Abstecher in die Hauptstadt Castries auf der Heimreise rundete unser Programm für heute ab.

Diesen Abend verzichten wir auf das ARC-Programm und gehen ausnahmsweise einmal früh schlafen. Morgen wird auf St. Lucia das Fest der Lichter gefeiert, um an die Entdeckung der Insel durch die Wickinger oder irgendwen sonst zu erinnern.

Wir werden jedenfalls die Insel für uns weiter entdecken – und Euch selbstverständlich verlässlich davon berichten.

Tag 1 – Ankunft in St. Lucia

Position: Rodney Bay Marina, St. Lucia – 14°04.54’N 069°56.92’W

Land in Sicht

Um 18:53h St. Lucia Zeit segelten wir bei Dunkelheit bei Amwindkurs durch die Ziellinie und landeten auf Platz 109, womit wir noch in der besseren Hälfte des Feldes gelandet sind. (Die 100 US$ für das Zieleinlauffoto haben wir uns erspart – wir hoffen Ihr verzeiht uns.)

Ziel

Empfangen wurden wir vom ARC Empfangskomitee mit eisgekühltem Rumpunch, frischen Früchten und einem Sixpack (warmem) Bier. Dann gings gleich ab ins Steak House,

Steak

und dann weiter zur Streetparty.

Party

Die Landkrankheit wurde mit ein paar Bier im Keim erstickt, die Eingewöhnung an die Zivilisation dauerte bis in die Morgenstunden.

Schwimmen

Dementsprechend karibisch langsam gingen wir den heutigen Tag an, räumten ein bissl auf der Sonja herum, und machen uns langsam fertig für die abendliche Party.

Es ist herrlich wieder an Land zu sein!

Tag 20 = letzter Tag auf See – Land in Sicht!

Position: östlich von St. Lucia, nördlich von Barbados – 14°15.99’N 059°41.87’W

Das Ziel greifbar nahe hat der Wind wieder nachgelassen, wodurch die letzten Stunden sich endlos in die Länge ziehen. Lange Zeit war auch weit und breit kein Schiff zu sehen – was uns etwas verwunderte, sagten uns doch unsere Navigationsgeräte, dass wir wirklich nicht mehr weit sind, und der ARC Positionsbericht hätte schliessen lassen, dass sich heute mehrere Boote auf den letzten Meilen wiederfinden sollten.

Doch ab Mittag gabs dann doch die ersten Anzeichen dafür, dass wir auf Kurs sind. Ein paar Boote tauchen am Horizont auf, karibische Töne erreichen unser Radiogerät.

Radio

Um 18:30h UTC, 19:30h österreichische Zeit, 14:30h St. Lucia Zeit ist es dann soweit: LAND IN SICHT!

Land in Sicht

In weiser Vorraussicht hatten wir die letzten Tage den Generator öfter laufen lassen, um unsere Kühlbox durchgehend an die Batterien hängen zu können. Somit gab es zu gegebenem Anlass eisgekühlten Champagner!

Champagner

Den Zieleinlauf erwarten wir um ca. 19h lokale Uhrzeit. Wir werden Euch darüber berichten – aber nicht mehr heute, sondern manana…

Bis dann ihr Lieben, tut gut zu wissen, dass Ihr so mit uns mitfiebert.

Tag 19 auf See – noch 24 Stunden bis St. Lucia

Position: östlich von St. Lucia – 14°35.48’N 056°39.0’W

Bei weiterhin schönem Wind und hoher Atlantikwelle verbringen wir unseren vorletzten Tag auf See: herumschauen, Spaghetti essen, Tee trinken, Sonne liegen, schlafen, Musik hören, lesen, Sport, warten, …

Wellenreiten

Unsere Wassertanks sind leer, unser Dieseltank fast auch, Trinkwasser und Essen haben wir noch für 2 Wochen, der Champagner reicht noch bis zum Zieleinlauf.

Zur Sicherheit haben wir zu Mittag unseren Breitengrad nochmals mit dem (Papier-)Sextanten überprüft.

Sextant

Wenn der Wind anhält, kommen wir morgen am späten Nachmittag in der Rodney Bay auf St. Lucia an.

Die ersten geplanten Aktionen auf St. Lucia sind:
den letzten Champagner köpfen, gehen üben, nach Hause telefonieren, ausgiebig mit Süßwasser duschen, ein kühles Bier, Steakessen mit frischem Salat, Besuch der „Friday Night Street Party“, Durchschlafen ohne Gewackel, …

Welle