Tokio: Laufen, Messer & Karaoke

Heute Früh laufen wir zum Fischmarkt, der nur wenige Kilometer von unserem Hotel entfernt ist, dort wollen wir auch gleich frühstücken. Auf den Straßen ist deutlich mehr los, da viele schon am Weg in die Arbeit sind. Es ist wieder sonnig und frühlingshaft warm.

Beim Fischmarkt angekommen, erfahren wir, dass dieser hier nur noch im kleineren Format besteht, der große Fischmarkt ist ein ganzes Stück weiter übersiedelt, ist aktuell aber wegen dem Coronavirus für Besichtigungen gesperrt.

Eine spontane Planänderung und wir laufen weiter zum Tokugawa Garten, der sich in der Nähe befindet.

Der Garten ist um einen Teich herum angelegt und illustriert die natürliche Landschaft Japans. Besonders schön sind die alten Pinienäume aber auch die Rapsfelder, Zwetschgenbäume und all die andere Gewächse verleihen dem Park ein besonderes Flair. Die ersten Blüten zeigen sich schon in ihrer Pracht, wie schön muss es hier erst sein, wenn in den nächsten Wochen alles in voller Blüte steht.

Inzwischen ist es Vormittag und der Wunsch nach Frühstück macht sich breit. Am Rückweg zum Hotel fallen wir in einer Bäckerei ein, die sich in einem schicken Hotel befindet.

Am Nachmittag steht flanieren im Ginza Viertel am Programm. Hier reihen sich die Einkaufscenter und in deren Inneren finden sich fast ausschließlich Luxuslabels.

Genug gesehen, fahren wir noch weiter in die Kappabashi Straße. Hier befindet sich ein Hauswarengeschäft neben dem anderen. Seit wir in Kyoto das Messer gekauft haben sind wir völlig fasziniert davon und möchten nun auch noch ein Brotmesser kaufen. In einem Messergeschäft in dem viele professionelle Köche ihr Kochwerkzeug kaufen, werden wir auch fündig. Die Freude ist jetzt schon groß, wenn wir unsere neuen Küchenutensilien zu Hause ausprobieren können. Es ist auch schon Ladenschluss. Wir bringen unsere Einkäufe ins Hotel und machen uns fertig fürs Abendessen.

Dieses wollen wir heute im Shinjuku Viertel rund um die Golden Gai Straße zu uns nehmen. Die Golden Gai liegt zirka eine halbe Stunde U-Bahnfahrt vom Hotel entfernt.

Schon am Weg hin sind wir uns einig, heute nach dem Essen in einer der kleinen Bars nur noch einen schnellen Absacker zu nehmen und dann nach Hause zu fahren. Wir haben heute schon mehr als 22.000 Schritte gemacht und sind ziemlich müde. Unsere Wahl fällt auf ein Bulgogi Lokal und wir grillen unser Fleisch am Tischgrill. Zum Leidwesen von Stefan sitzen wir wieder am Boden im Schneidersitz.

Für den Absacker danach suchen wir uns in den sehr schmalen Gassen nebenan eine kleine Bar. In diesen Gassen sind ausschließlich Bars aneinandergereiht. Allesamt sehr klein und gesteckt voll.

Wir werden in eine überfüllte hineingebeten. Dort wird Karaoke gesungen. Das hatten wir eigentlich erst für morgen geplant, aber die Stimmung dürfte gut sein, also gehen wir rein.

Wir lernen gleich mal 4 Männer aus Serbien kennen. Einer von Ihnen ist Profi Volleyballspieler und lebt in Tokio, die anderen sind bei ihm zu Besuch. Es stellt sich ein weiteres Pärchen zu uns. Die beiden sind aus Schweden. Schnell sind wir eine größere Gruppe,unterhalten uns bestens und singen auch gemeinsam. Vor allem Stefan und Peter der Volleyballspieler geben ein Duett zum Besten.

Aus dem geplanten kurzen Besuch wurden ein paar Stunden. So verlassen wir alle lange nach der letzten Metro die Bar und fahren um halb drei Uhr Früh mit dem Taxi nach Hause. Unser Taxifahrer verpasst dann noch die Abzweigung zu unserem Hotel, entschuldigt sich höflich und stellt sofort das Taximeter ab. Ja, so sind sie Japaner. So viele nette, höfliche und zuvorkommende Menschen sieht man wirklich nur in Japan.

What an amazing night!

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