Hoi An

Nach dem Frühstück am Pool fahren wir mit den Fahrrädern zum Strand. Durch einen Umweg kommen wir nach einer Dreiviertelstunde dort an. In Vietnam werden die Gehsteige als Parkplatz für die Mopeds vermietet. Lokalbesitzer bieten sie meist kostenlos an, dafür soll man spätestens bei der Abholung etwas konsumieren.

Nach ein paar Metern zu Fuß, sind wir auch schon am Strand.

Auf den ersten Blick sind wir etwas enttäuscht, da hier viele Sonnenschirme aneinander gereiht sind. Das wollen wir so nicht hinnehmen und gehen ein ganzes Stück weiter den Strand entlang. Dort ist es tatsächlich ruhig und weitgehend naturbelassen.

Am Hang befindet sich ein kleines Restaurant das Schirme zur Verfügung stellt. Frischer Fruchtsafte und frische Kokosnuss wird uns zur Liege serviert. Ein schönes Plätzchen haben wir hier gefunden.

Die 30 Grad spürt man heute gar nicht, da es ziemlich windig ist. Wir verbringen die Zeit bis zum Mittagessen heute mal mit relaxen und lesen.

Unser Mittagessen nehmen wir auf einer wildromantischen kleinen Anhöhe ein. Eine Vietnamesin kocht in einem Welldach Verschlag, das Geschirr wird in einer Plastikwanne im Freien am Boden gewaschen.

Köstliches Essen und ein herrlicher Blick, das Leben ist schön.

Nach dem Essen ist nochmal relaxen auf der Liege angesagt. Am späten Nachmittag holen wir unsere Räder am Gehsteigparkplatz ab und konsumieren dort noch ein Getränk. Am Weg zum WC in dem Lokal entdecken wir neben den „Chanel Schlapfen“ einige Gläser mit Teesieben.

An Bang Beach

Abgesehen davon, dass diese sehr schmutzig sind, sind auch überall Ameisen drauf. Zum Glück haben wir keinen Tee bestellt.

Es geht mit dem Rad wieder zurück ins Zimmer. Diesmal kommen wir in den Berufsverkehr. Es ist ein Erlebnis, wenn man sich aber anpasst, ist es gut zu meistern. Einfach drauflos radeln, einordnen, zickzack fahren und beim Überholen „klingeling“ rufen, weil die Glocken am Fahrrad entweder fehlen oder nicht funktionieren. Am Heimweg kommen wir auch an vielen Reisfeldern und Muschelaufzuchtsbecken vorbei.

Wir kultivieren uns im Hotel und möchten dann zu Fuß in die Altstadt gehen. Unsere Vermieterin erzählt uns, dass ihre beiden Söhne (2 und 6 Jahre) heute in der Stadt eine Tanzvorführung mit der Schule haben und wir herzlich dazu eingeladen sind. Am Weg in die Stadt schauen wir den Kindern zu. Es ist entzückend, wie schon die ganz Kleinen auf der Bühne stehen und ihr Können zum Besten geben. Manche von ihnen sind wirklich großartig, andere wiederum stehen herum und wissen nicht so recht was sie tun sollen. Ein Haufen kleiner Zwerge mit ihren herzigen Kostümen, das ist wirklich sehenswert.

Amüsiert und dankbar für dieses Erlebnis gehen wir weiter in die Altstadt. Hội An ist wunderschön, sehr gepflegt und die beleuchteten Lampions schmücken in ihrer Vielfalt die Altstadt. Es hat hier ein besonderes Flair.

Wir essen wieder in einer Garküche am Wasser.

Viele Boote sind heute zu sehen, die ebenfalls mit Lampions geschmückt sind. Im Wasser schwimmen zahlreiche Glückskerzen.

In den Garküchen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden, wir gehen daher nach dem Essen noch weiter in ein Lokal auf ein Glas Wein und Kaffee. Als dann gegen 23 Uhr wieder alle Lokale schließen, überkommt uns der Gusto auf etwas Süßes und wir marschieren in den gegenüberliegenden Ortsteil An Hoi. Hier dürfen die Lokal länger offen haben, allerdings ist es hier etwas ungepflegter und auch das Klientel ist nicht angenehm. Aber es gibt Süßes und somit machen wir aus der Not heraus noch einen Abstecher dorthin.

Dabei entdecken wir ein paar Garküchen, die gegrillte Frösche und Vögel zum Verkauf anbieten. Das Fleisch wirkt schon sehr ausgetrocknet und lädt keinesfalls zum Kosten ein.

Wir bevorzugen dann doch die Banana Pancakes mit Nutella und frischen Kokosraspel. Wir sündigen schließlich das ganz Jahr, warum also sollten wir dieses Ritual im Urlaub unterbrechen :).

Gute Nacht Hội An