Trinidade

Good morning Trinidade. Bei strahlendem Sonnenschein wachen wir auf und wir hatten keine Moskitos letzte Nacht. Wow, wir haben klaren, blauen Himmel. Bisher war unsere Reise von vielen Wolken begleitet. Was absolut kein Nachteil war, weil es sonst viel zu heiß gewesen wäre. So hatten wir immer um die 28 Grad, das war perfekt für uns.

Ein wunderbares Frühstück wartet auf uns. Ich glaube, entzückend passt hier ganz gut, um diese Atmosphäre zu beschreiben. Heute liegt ein Strandtag vor uns. Die paar Meter zum Strand haben wir schnell hinter uns gebracht. Die Wellen sind heute sehr stark. Wir gehen gleich ins Wasser und füllen anschließend Sand für unser gemeinsames Sandglas zu Hause ab. Bei jeder Reise, die wir bisher gemeinsam gemacht haben, wurde eine kleine Flasche Sand mitgenommen. Zu Hause sorgt das nicht nur für eine schöne Dekoration, sondern erinnert uns immer wieder an die schönen Reisen.

Erfrischt vom Meereswasser, laufen wir eine kleine Runde am Strand. Die restliche Zeit relaxen wir, machen einen ausgedehnten Strandspaziergang und schießen ein paar Fotos.

Am späten Nachmittag dürfen wir eine unglaublich gute Massage am Strand genießen.

Den ersten und zugleich letzten ganzen Strandtag lassen wir bei einem Caipirinha am Strand ausklingen.

In einem kleinen, von einer netten Familie geführten, Restaurant ums Eck genießen wir frisches Seefood bei Livemusik.

Der Restaurantbetreiber freut sich so sehr über seine Gäste, dass er zusätzlich zu unseren Caipirinhas auch noch einen Cachaça serviert – Geschenk des Hauses. Jetzt schmeckt uns der pur ja ohnehin schon nicht, aber aus Höflichkeit trinken wir das Zeug halt aus. Der Vorgang hat sich nur leider noch zweimal wiederholt und zwei weitere Caipirinhas haben wir auch noch bestellt 🤪. Stefan hat das Teufelszeugs ja einigermaßen gut vertragen, aber mir hat das schon sehr zugesetzt. Wir gehen mehr als beschwingt nach Hause. Beim Hinlegen dreht sich das Bett furchtbar. Sofort fällt mir unser Kollege ein, der immer zu sagen pflegt: „Finger weg vom Alkohol“. Wie recht er nur hat.

Paraty Diving

Nach einer nahezu schlaflosen Nacht beginnt um 7.15 Uhr Tagewache. So ein Urlaub kann wirklich stressig sein 😉. Wir haben eine animalische Nacht hinter uns, da es diesmal einige Moskitos vorgezogen haben, unsere Nacht zum Tag zu machen.

Ein schnelles Frühstück mit frischen Fruchten und schon geht es los zur Marina.

Während das Equipment vorbereitet wird, haben wir eine sehr nette Unterhaltung mit dem Inhaber der Tauschschule. Er erzählt uns, dass letzte Nacht nahezu Krieg in Rio de Janeiro geführt wurde. Es waren diesmal keine Pistolen im Einsatz sondern die „richtig großen Waffen“. Es wurden einige Straßen gesperrt. Es heißt also besonders vorsichtig sein. Er hat uns die üblichen Verhaltenstipps gegeben.

Wir sind eine nette Tauchgruppe mit zwei weiteren Pärchen. Mit dem Boot geht es raus zur Ilha dos Ratos.

Draussen am Meer zeigt sich die Sonne und sorgt für eine tolle Sicht unter Wasser. Wir sehen eine Wasserschildkröte, zahlreiche Seesterne, zwei Riesenseesterne, viele bunte Fische, einige den fliegenden Fischen ähnliche Flughähne, viele Seeigel und eine stehende Figur, die über und über mit Algen versehen war.

Im ersten Moment, wirkt es fast ein wenig mystisch. Es ist sehr beeindruckend. Nach 40 Minuten geht es wieder rauf zum Boot. Es gibt einen kleinen Snack und schon starten wir zum zweiten Taufgang. Diesmal sehen wir auch noch einen kleinen Riffhai. Wir haben Superguides und sind jeweils nur zu dritt mit unseren Guides. Ich denke heute einige Male an meine Taucherlebnisse auf Cuba zurück, das war damals wirklich fahrlässig.

Nach dem Tauchgang gibt es Hot Dog. Das Essen in Brasilien ist abgesehen von den Grillgerichten etwas gewohnungsbedürftig.

Es war ein sehr schöner Tauchausflug heute.

Beim Auto zurück fahren wir weiter nach Trinidade und checken in der Pousada ein. Ein wunderschönes Häuschen am Rande des Regenwaldes. Zu Fuß gehen wir nur ein paar Meter zum Strand. Jetzt gönnen wir uns einen Caipirinha und lauschen wunderbarem Gesang und Gitarrenklängen.

Nachdem Stefan heute ein wenig Muskelschmerzen in den Beinen hat, ruhen wir uns am Strand kurz aus und gehen dann auf unsere kleine Terrasse vorm Zimmer und genießen dort die Hängematte.

Bei einem sehr entspannten Abendessen, begleitet von Livemusik, lassen wir einen wunderschönen Tag zu Ende gehen.

Paraty

Wir beschließen heute einen faulen Tag einzulegen. Nach dem Frühstück legen wir uns an den Pool in unserer Pousada. Es ist angenehm, da wir da ganz alleine liegen. Wir müssen noch ein paar administrative Dinge erledigen, das lässt sich gut online vom Pool aus machen. So finden wir heraus, wo wir sie Sambadromokarten in Rio abholen müssen, da gibt es nämlich eine sehr strenge Vorgehensweise. Auch eine Unterkunft in Trinidade finden wir und buchen diese auch gleich.

Als diese Dinge getan sind, packen wir unsere Schmutzwäsche zusammen und gehen zu Fuß ins Ortszentrum in die Wäscherei. Dort angekommen stellen wir fest, das man hier gar nicht selbst waschen kann. Ist uns auch recht und somit gewinnen wir Zeit, die wir gemütlich im Ort verbringen.

Wir sehen uns die vielen kleinen Geschäfte an, die neben Kunst auch netten Krimskrams anbieten.

Nach einer Essenpause suchen wir den Tauchshop auf und buchen für den nächsten Tag zwei Tauchgänge.

Am Abend ist unsere frisch gewaschene Wäsche abholbereit und wir gehen zurück aufs Zimmer, um uns für das Abendessen ausgehfertig zu machen.

Um 21 Uhr watscheln wir – zum Leid von Stefan – mit unseren Flip Flops zurück in den Ort. Es regnet sehr stark und deshalb kommt nur dieses Schuhwerk in Frage. Zuerst gehen wir zum Bankomat, doch alle Geräte sind ausgefallen. Die Mädls vor uns geben uns zu verstehen, dass es einen weiteren Bankomaten beim Markt gibt und wir ihnen folgen sollen. Durch den strömenden Regen geht es quer durch den Ort. In einem Supermarkt bekommen wir dann endlich Geld.

Nachdem wir schon sehr hungrig sind und zudem auch furchtbar durchnässt, suchen wir uns ein nettes Restaurant. Auch da gibt es wieder sensationelle Livemusik.

Auch beim Heimgehen zeigt sich der Regen nicht gnädig und so kommen wir völlig durchnässt im Zimmer an.

Schnell packen wir noch die Koffer, da wir morgen zeitig raus müssen, um pünktlich um 9 Uhr in der Marina zu sein.

Bye Piraty