Keep your face to the sunshine …

Keep your face to the sunshine and  you can never see the shadow.

(Helen Keller)

Entdeckt in Jaisalmer in Indien auf der Rooftop Terrasse unserer Unterkunft.

Ein schönes Zitat einer taubblinden Autorin.

 

Jaipur – Jaisalmer

Gegen 22:30 Uhr nahmen wir uns ein Tuk Tuk Richtung Bahnhof. Nach nur wenigen Minuten Fahrt, als wir uns in einer enterischen Gegend befanden, machte es einen Knall und plötzlich stürmten Hunde auf unser Tuk Tuk zu und bellten wie verrückt. Der Fahrer stoppte und stieg mit seinem Freund aus und machte einen Blick auf den Hinterreifen – ein Reifenplatzer. Von Freunden, die schon in Indien waren, wussten wir, dass es hier durchaus auch tollwütige Hunde gibt. Der Fahrer verjagte die Hunde und ließ uns im Tuk Tuk sitzen.

Wir haben beide überlegt, welche Geschichte und diesmal aufgetischt wird. Stattdessen organisierten sie uns ein anderes Tuk Tuk und wir kamen wider Erwarten doch noch zeitgerecht am Bahnhof an. Dort standen wir eine zeitlang vor der Anzeigetafel, bis unser Zug endlich auf Englisch gelistet wurde. Wir gingen zum Gleis 3, diesmal hatten wir 1. Klasse gebucht. Da die Züge in Indien enorm lang sind, gibt es entlang der Steige Anzeigen mit den entsprechenden Klassen. Da diese bei jedem Zug anders sind muss man warten bis kurz vor Eintreffen des eigenen Zuges und dann muss man noch herausfinden ob man in die eine oder in die andere Richtung laufen muss. Einfach irgendwo einzusteigen und zu glauben, dass man mit Gepäck im Zug von Wagen zu Wagen geht macht keinen Sinn und ist auf Grund der Menschenmengen genauso unmöglich, wie zu glauben, dass man seine Klasse erst sucht, wenn der Zug in die Station schon eingefahren ist. Wer das noch nicht gesehen hat, kann es sich nicht vorstellen. Stellt euch vor ein Zug der U6 fällt während der Rush Hour aus, das mal 5 und da liegen dann noch hunderte von Menschen überall am Boden und schlafen oder essen.
Wir stehen also am Steig 3 und überwachen die Anzeigentafel im Minutentakt, da wir wieder mit einer Änderung des Steiges rechnen. Doch siehe da, unser Zug wird bereits angezeigt und sollte auch laut Timetable schon in die Station einfahren. Wir freuen uns, dass wir es auch rechtzeitig an jene Stelle geschafft haben, an der der Waggon der 1. Klasse halten soll.
Plötzlich eine Durchsage auf Hindi, wegen 2 Touris am Bahnhof macht man hier wohl keine Durchsage auf Englisch. Zum Glück kam ein junger Mann auf uns zu und sagte uns, dass der Bahnsteig für unseren Zug auf Steig 2 geändert wurde. Auf Steig 2 stand seit gut einer Stunde ein Zug. Eine Teil der Menschenmenge bewegte sich dann in eine völlig andere Richtung. Es ist 2 Minuten vor Abfahrt, fährt der Zug womöglich doch ganz woanders ab? Wir haben mehrmals versucht Einheimische zu fragen, doch die meisten können unser englisches Ticket nicht lesen. Und ein Inder würde nie zugeben etwas nicht zu wissen, stattdessen kommt ein freundliches „yes, yes“, gefolgt vom obligatorischen Kopfwackeln. Wir versuchten die Stelle für unsere Klasse zu finden, denn die Anzeige hier war wieder anders gereiht. Plötzlich fährt der Zug auf Gleis 2 ab und kurz darauf trifft endlich unser Zug ein. Aussen am Waggon klebte ein Zettel mit den Fahrgästen, siehe da, Stefans Name war auf der Liste, nur Manuela war nicht drauf. Wir suchten unser Schlafplatzerl und mussten feststellen, dass tatsachlich nur noch eine Liege frei war. Wir versuchten einen Bahnbediensteten zu finden, der Englisch spricht. Der dritte hat uns dann zumindest bestätigt, dass wir uns zu zweit auf die schmale Liege oben legen dürfen. Die Liege war ganze 50 cm breit, hing leicht nach unten (bevor wir noch darauf gelegen waren) und das Absturzgitter auf Kopfhöhe war kaputt und sehr wackelig. Eigentlich haben wir die Liegen unten gebucht, aber da lag bereits eine Frau mit Kleinkind und bat uns, dort liegen bleiben zu dürfen. Wir wurschtelten uns rauf und stellten fest, dass wir dort grad mal in der „Löffelstellung“ Platz finden und ohne Seilsicherung die Nacht nicht ohne Absturz überstehen werden. Umdrehen wäre ohnehin nicht möglich gewesen. Die Frau auf unserer Liege unten beobachtete das und bat uns doch die Liegen zu tauschen, da wir so unmöglich schlafen können und auch viel länger fahren als sie. Also alles wieder zurück, wir verstauten die Sachen unten und lagen endlich auf der nun 60 cm breiten Liege. Allerdings konnte auf Grund der Enge immer nur einer von uns beiden am Rücken liegen und der andere musste seitlich liegen. Da uns beim seitlichen Liegen aufgrund der teilweise sehr harten Unterlage immer wieder Arm oder Bein eingeschlafen sind, wechselten wir uns die ganze Nacht über ab. Zur 1. Klasse der indischen Bahn muss man sagen, dass diese in Europa selbst beim Transport von Tieren auf Proteste der Tierschützer stoßen würde. Die mit Stoff überzogenen Liegen sind schmutzig und fleckig. Zum Glück war es dunkel als wir zugestiegen sind und Allergiker sind wir auch keine. Nach dem Frühstück im Zug machten wir noch ein Nickerchen, den zum Sitzen war kein Platz.

Breakfast

Um 12 Uhr Mittag wurden wir überraschend vom Angestellten unseres Vermieters mit dem Tuk Tuk vom Bahnhof abgeholt. Unser Homestay heißt „Golden Marigold Hotel“ und es erinnert ein wenig an den Film „The Best Exotic Marigold Hotel„.

Golden Marigold Hotel

Er zeigte uns unser sehr einfaches, aber bunt dekoriertes Zimmer und kochte uns auf der Rooftop Terrasse köstliche indische Gerichte.

Golden Marigold Hotel

Am späten Nachmittag gingen wir in den Ort und zum See spazieren und lernten einen unterhaltsamen Priester beim Shiva Tempel kennen, der uns mit seinem schönen Gesang in den Tempel lockte.

Chanting Priest

Der Ort und die Bewohner hier wirklich deutlich ruhiger und weniger aufdringlich als in den Orten die wir bisher gesehen haben. Womöglich liegt es an den noch höheren Temperaturen.

Jaisalmer

Village People

Zwischendurch stärkten wir uns mit Lassi.

Lassi

Abends waren wir noch Essen und anschließend auf Kaffee in einem sehr schicken Hotel. Guter Kaffee ist in Indien nämlich selten zu bekommen.

 

Jaipur – letzter Tag

Unser letzter Tag in Jaipur ist angebrochen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg in die Stadt um noch ein paar Himalaya Produkte zu kaufen und genehmigten uns ein Lassi beim bekannten Lassiwala. Es war wirklich köstlich.

Lassiwala

Wir hatten heute wieder strahlenden Sonnenschein und trotz der Hitze von über 40 Grad fühlt es sich sehr angenehm an. Deshalb bevorzugten wir es zu Fuß zu gehen.

No comment

Female construction worker

Am Sonntag ist es hier für indische Verhältnisse auch etwas ruhiger und so mussten wir nur rund 50 Tuk Tuk Fahrer abwimmeln. Stefan hatte vor ein paar Tagen die Idee, dass wir anstatt zu diskutieren einfach das „indische Kopf zur Seite zucken“, was „Nein“ bedeutet, anzuwenden. Sobald also ein Fahrzeug auf uns zurollt, beginnen wir mit den Köpfen zu zucken. Es funktioniert großartig und ist eine wunderbare Übung für unsere Halswirbelsäule. Wir werden ohnehin wie neu geboren nach Hause kommen. Locker flockige Halswirbel, entschlackt und entgiftet und so gut wie kein Alkoholkonsum. Einzig und allein die Lunge ist voll mit Schwermetallen.

Wir gingen wir in den Jai Niwas Garden beim City Palace und beobachteten die Affen, die hier in der Stadt frei herumlaufen.

Monkeys in the park

Von einem schattigen Plätzchen aus beobachteten wir die Menschen. Immer wieder kamen Kinder und Erwachsene vorbei und baten um ein Foto mit uns.

Madame, photo please

Einer hat uns sogar angeboten, sein WC zu Hause benützen zu dürfen 🤔. Wir bekommen unzählige Male am Tag die Hände geschüttelt.
Im Lonely Planet fanden wir kürzlich eine Lokalempfehlung beim Nehru Bazar. Kurz vorm Ganesh Restaurant wurden wir von einem jungen Mann gefragt, warum die Touristen meist so wenig reden. Wir kamen ins Gespräch und nach der Frage nach unserer Herkunft, fragte er, ob Manuela für ihn einen kurzen Brief für seine Freundin in Deutschland schreiben könnte. Er möchte ihr eine Freude machen und nicht nur Englisch schreiben. Diesen Wunsch konnten wir natürlich nicht abschlagen und schon wurde der vorgesagte englische Text auf Deutsch niedergeschrieben. Am Ende fragte er, wie er uns eine Freude machen darf, natürlich wollten wir nichts haben und so, wie konnte es anders sein, zeigte er uns als Zeichen seiner Dankbarkeit seine Pashminas. Pashmina die 1000te . Aber inzwischen sind wir schon wahre Profis und sind ohne zu kaufen aus dem Shop wieder raus und schnurstracks in das empfohlene Lokal gegangen, wo wir köstliches Curry speisten.

Ganesh Restaurant

Ganesh Restaurant

Zurück ins Hotel fuhren wir wieder mit einem Elektro Tuk Tuk. Die Fahrer der Elektro Tuk Tuk’s haben einen sehr eigenartigen Fahrstil. Sie fahren derartig langsam, so als würden sie jeden Moment einschlafen und sie lassen kein, aber auch wirklich gar kein Schlagloch aus. Wir haben schon überlegt, ob es sich dabei um ehemalige Burn Out Patienten handelt, die grad von der Kur zurück gekommen sind (tun wir mal so, als wäre das in Indien überhaupt möglich) und nun total entspannt sind oder um Alkoholiker, denen der Führerschein entzogen wurde und sie zur Strafe nur noch e-Mobil fahren dürfen. Auch eher unwahrscheinlich in Indien. Jedenfalls tuckerten wir mit gefühlten 15 km/h durch die Gassen und hinter uns bildete sich eine Schlange von Fahrzeugen die wild hupten. Nur unser Fahrer ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und wir zwei Össis hinten am Bankerl hätten am liebsten das Steuer übernommen.

Im Hotel zurück gingen wir zum Pool um den Rest des Tages verstreichen zu lassen. Zu guter letzt wurden wir noch zu einer Show im Hotel eingeladen. Manuelas weiches Herz konnte die Einladung nicht ablehnen und schon saßen wir vor einer Puppenbühne. Wir waren die einzigen Gäste und waren froh, als die 10 minütige Show zu Ende war, das darauffolgenden Verkaufsgespräch für Handpuppen und Kamele haben wir auch rasch beendet. Es war das peinlichste was wir je gesehen haben und wir mussten uns das Lachen zurück halten.

Crazy theatre

Heute Nacht kurz vor Mitternacht nehmen wir wieder unseren Platz im Schlafwagen Richtung Jaisalmer ein. Diesmal in der 1. Klasse, vorausgesetzt es geht alles gut, denn noch stehen wir auf der Warteliste. Wobei Stefan vor wenigen Minuten den Ticketstatus gecheckt hat, jetzt ist er schon als comfirmed gelistet, Manuela steht weiterig auf der Warteliste. Ob sie jetzt mitfahren darf oder nicht ist im Internet sehr widersprüchlich beschrieben. Passend dazu auch das rollende Kopfwackeln der dazu befragten Inder. Zur Not rutschen wir ein bisschen zusammen.
Aber wie sagt man so schön in Indien: „Es geht nichts und doch ist alles möglich.“

Ranthambore – Where is the tiger?

Heute wurden wir schon um 9 Uhr von unserem Fahrer beim Hotel abgeholt und es ging zum Nationalpark Ranthambore, zirka 170 Kilometer von Jaipur entfernt. Gegen 14.30 Uhr stand der Jeep bereit und es ging mit 4 weiteren Touristen in die Tiefen des Nationalparks. Über Stock und über Stein ging es bergauf und bergab.

National Park

National Park

Unsere Körper wurden heute mehr als gut durchgerüttelt. Der Guide erzählte uns, dass der Tiger heute Früh eine Kuh gerissen hat und jetzt sicher sehr müde sei und er vermutet, dass er sich beim Wasser aufhalten wird. Irgendwann hörten wir den Ruf eines Vogels, der immer dann zu hören ist, wenn sich der Tiger in der Nähe befindet und für die Antilopen als Warnsignal dienen soll. Wir fuhren immer näher an die Stelle ran, aber der Tiger war nicht zu sehen. Zwischendurch sahen wir immer wieder ein paar Wildtiere, aber eigentlich wollten wir alle nur das Eine…. den Tiger.

Sambar Deer

Owl

Wir fuhren zu einer weiteren Stelle die etwas höher lag, wo wir alle aussteigen konnten. Nach drei Stunden Fahrt kreuz und quer durch den Nationalpark machten wir uns auf den Weg Richtung Ausfahrt. Plötzlich war das Warnsignal des Vogels. Der Fahrer kehrte nochmals um und kehrte zu jener Stelle beim Wasser zurück. Wir hatten schon die Hoffnung aufgegeben und jetzt sehen wir ihn vielleicht doch noch. Aber leider nein, der Tiger wollte sich einfach nicht sehen lassen. Da der Fahrer eine Strafe bekommt, wenn er am Abend nicht rechtzeitig den Nationalpark verlässt, trat dieser aufs Gas und zeigte uns was der Jeep so alles zu bieten hat. „Gruß an die Bandscheiben!“ Irgendwann waren wir dann draußen und wir fuhren Richtung Meeting Point zurück.

Der Fahrer zeigte sich als wahrer Rennfahrer. Die Straße hatte nur eine Asphaltspur in der Mitte, links und rechts davon war ein Schotterstreifen auf den man bei Gegenverkehr ausweichen musste. Nicht so unser Fahrer. Er blieb bei fast allen Begegnungen auf dem Asphalt und hupte und blinkte den Gegenverkehr an.

Chicken Game

Die meisten sind ausgewichen, taten sie es nicht wurde bis zur letzten Sekunde aufeinander zugefahren und jener mit den schwächeren Nerven verriss dann den Wagen auf die Schotterspur. Wer bremst verliert. Ein wahres Erlebnis können wir euch sagen. So etwas passiert, wenn die großen Buben nie Computer spielen durften.

Im nächsten Dorf angekommen gerieten wir in einen Stau. Gar nichts ging mehr weiter, aber alle versuchten irgendwie weiterzukommen. Polizisten tauchten plötzlich auf, konnten aber nichts tun (eh wie bei uns 😉). Autos, Busse, Mopeds, LKWs, Fußgänger, Kühe und Kamelkarren, alle im Durcheinander in unterschiedliche Richtungen unterwegs. Permanentes Hupen, laute indische Musik, dazu die Schreie der Marktstandler, die am Rand stehen, aufgebrachte Autofahrer, die aussteigen und versuchen den Verkehr zu regeln und andere Fahrer wiederum die stoisch ruhig oder lächelnd aus deren Fahrzeugen schauen.

Traffic Jam

Unser Fahrer wollte die Situation verbessern und hatte innerhalb des Staus zweimal die Fahrtrichtung gewechselt, wobei er beim Reversieren ein Auto dreimal heftig angefahren hat. Keinerlei Reaktion von der Gegenseite 😂. Mit eineinhalb Stunden Verspätung stiegen wir schließlich ins Auto unseres Fahrers um, der uns Richtung Jaipur fuhr. Auf halber Strecke bekamen wir in einem Straßenlokal noch köstliches Curry und Dal mit Chapati.

Street food

Street Food

Fazit des Tages: Kein Tiger, aber dafür ein Straßenrennen und köstliches Essen.

Jaipur

Am Vormittag sind wir von unserem Hotel Richtung Hawa Mahal (Palast der Winde) marschiert. Die Tuk Tuk Fahrer und Händler sind hier weniger aufdringlich, oder schauen wir schon „indischer“ aus Beim Tripolia Bazar wurden wir von einem Inder mit den üblichen Fragen nach Vorname, Herkunftsland, Urlaubsdauer und Beruf angesprochen und waren sehr verwundert, dass keine Überleitung zu einem Verkaufsgespräch erfolgte.

Tripolia Bazar

Er zeigte uns zum Schluss einen Hinditempel, den man gratis besichtigen kann. Dort stand „rein zufällig“ ein anderer Inder, welcher, wie er sagte, gerade mit seinem Morgengebet (11:30 😊) fertig war.

Rooftop View from Temple

Schnell zeigte er uns beim Tempel die Rooftop Aussicht und nebenbei ergab sich im Gespräch, dass er uns auch die Fahrt zu unserer für morgen geplanten Tigersafari organisieren kann – dass er sogar aus dem Ort kommt, wo sich der Treffpunkt für die Safari befindet. Weiters erzählte er uns von einer sozialen Einrichtung, wo Witwen Textilarbeiten verrichten und dafür vom Verkaufserlös einen fairen Anteil erhalten. Dann wollte er wissen, ob wir für 90 Rupien (ca. 1,30€) einen Ausflugstipp zu 3 Sehenswürdigkeiten erhalten wollen. Blond wie wir sind, haben wir freudig genickt.
70 Rupien für das Tuk Tuk, welches uns zur Gratisführung bei der Witwen-Block-Printing-Company bringt, dann ein kurzer Marsch zum Water Palace, von dort dann weiter mit dem Bus für 5 Rupien pro Person zum Amber Fort (UNESCO Kulturerbe) und zuletzt mit dem Bus retour zum Palast der Winde. Natürlich stiegen wir auf die indische Kaffeefahrt ein.

Es gab noch einen kurzen Abstecher in sein Office, in dem er uns zeigt wie seine Edelsteine und sein Silberschmuck höchster Qualität hergestellt werden …“but don’t buy, just look“. Manuelas vor Tagen erfundene Ausrede, dass sie eine furchtbar schlimme Silberschmuckallergie hat (funktioniert auch bei Henna-Tattoos), wirkte am besten und beendete das Verkaufsgespräch rasch… zumindest was den Silberschmuck anging. Wir mussten noch versprechen, alle Freunde zu ihm zu schicken … also wenn ihr Silber in Jaipur kaufen wollt, dann geht zu:

Surendra Singh
Maitre De Bijoux

Völlig ohne Gewähr natürlich.

Er brachte uns zum Tuk Tuk und schon fuhren wir los zur Block Printing Company, um uns die Werke der Frauen anzusehen.

Block Print Company

Block Print Company

Die Führung dort war wirklich interessant nur am Ende gingen wir mit 5 Schals bzw. Tüchern raus – auch Frauen waren weit und breit nicht zu sehen.

Stefans Schal ist angeblich die beste Qualität überhaupt. Wir haben auch gelernt, dass Manuelas Pashmina, die wir in Agra gekauft haben gar keine ist. Im Laufe des Nachmittags haben wir aber gelernt, dass das jeder Verkäufer über die Ware des anderen sagt. Ab morgen werden wir auch an einer Pashmina Allergie leiden. Stefan lernt hier übrigens intensiv zu Verhandeln und so hat er den maßgeschneiderten Anzug, der innerhalb von 4 Stunden fertig wäre, doch noch abgelehnt.

Mit unseren Tüchern im Sackerl gingen wir zum Wasserpalast.

Water Palace

Water Palace

 

Dann im Bus als einzige Touristen zum Amber Fort.

Bus Trip

Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir bis hinauf und es ist uns heute tatsächlich gelungen, alle Guides abzulehnen 👍🏻.

Amber Fort

Dafür war der Andrang auf Selfies mit Manuela noch größer als die Tage davor. Wir werden morgen mal versuchen dafür 100 Rupien zu verlangen 😊.

Selfie

Dann ging es mit dem Bus zurück zum Palast der Winde, bei dem es eigentlich nur eine recht unscheinbare Fassade zu sehen gab.

Hawa Mahal

Danach wollten wir das uns empfohlene Lassiwala aufsuchen. Denn dort gibt es angeblich das beste Lassi und das soll wie Medizin gegen Delhi Belly wirken.
Am Weg dorthin mussten wir einige extrem stark befahrene Straßen überqueren. Und nachdem in Indien alle kreuz und quer fahren, haben wir mal beobachtet wie die Inder das machen und seither schaffen wir es über jede auch noch so stark befahrene Straße. Einfach drauflos gehen und zwischen den Fahrzeugen durchquetschen.

Heavy Traffic

Das besagte Lassiwala hatte leider schon geschlossen, aber es gab gleich nebenan mindestens noch 4 „Lassiwala“s. Wir kauften also beim kopierten Mitbewerb.

Nach dem Abendessen in einem Restaurant ging es mit dem Tuk Tuk zurück ins Hotel zum Schwimmen.