Jaisalmer – Desert Trip

Nachdem Stefan noch geschwächt war vom Delhi Belly und letzte Nacht etwas Fieber hatte, nahmen wir das Frühstück wie gewohnt auf der Terrasse ein und Stefan verbrachte die Zeit bis zur Abfahrt in die Wüste dort auf der Liege, um Kräfte zu sammeln. Soweit ging es ihm gut, er war nur etwas geschwächt. Wir hatten wieder einiges über 40 Grad.

Manuela war kurz draußen um Bananen und Wasser zu kaufen. Sobald man das Haus verlässt stürmen auch schon die Kinder aus der Nachbarschaft auf einen zu und betteln um Stifte. Am ersten Tag haben wir alle mit Kugelschreiber und Seifen versorgt, jetzt glauben sie, dass die blonde Frau im Hotel einen Koffer mit Stiften bei sich hat.

Am Nachmittag wurden wir vom Hotel per Jeep abgeholt und wir hatten noch die Möglichkeit ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Amar Sagar
Ein Maharaja ließ im 17. Jahrhundert einen Teich und darunterlegende Wasserspeicher bauen, um so die Wüste grüner zu machen. In den letzten Jahren gab es in der Monsunzeit leider wenig Regen, was natürlich Probleme für Mensch und Tier mit sich brachte und den Teich austrocknen ließ. Keep fingers crossed, damit der in den nächsten Wochen eintreffende Monsun viel Wasser mit sich bringt. Nach dem Tod des Maharajas ließ der Sohn eine Ruhestätte in der Nähe des Sees bauen. Später wurden dort auch weitere Familienmitglieder beigesetzt.

Cenotaph

Auch einen weiteren Jain Tempel gibt es in der Nähe der Wüste, den wir allerdings nur von aussen besichtigt haben.

Jain Temple

Kuldhara Village
Es wird auch das leere Dorf genannt. Den Erzählungen nach wollte ein König in diesem Dorf vor langer, langer Zeit eine Frau aus einer anderen Kaste heiraten, was bis heute noch verpönt ist. Die Dorfgemeinschaft protestierte und verließ das Dorf. Seither steht es leer.

Wir machten einen kurzen Stopp bei einem Gipsy Village und beschenkten die Kinder mit Kugelschreiber. Es ist immer wieder schön zu sehen, welch große Freude man den Kindern hier damit machen kann.

Gypsy Kids

Gypsy Kids

Danach wurden wir schon von unseren Kamelen empfangen und ritten los in die Wüste.

Camel driver

Unser Camel Driver war mit Flip Flops zu Fuß unterwegs und brachte uns zu unserem Schlafplatz.

Dunes

Caravan

Auf Grund der hohen Temperaturen in dieser Jahreszeit gab es sogar Liegen, die uns zur Verfügung gestellt wurden. Wir suchten uns ein nettes Plätzchen, stellten unsere Liegen auf, während unser Guide die trockenen Äste der wenigen Sträucher sammelte und Feuer machte, um für uns zu kochen. Er leerte den Sack mit ein wenig Kochgeschirr am Sand aus und machte sich an die Arbeit.

Cooking camel driver

Dinner

Wir beide gingen einstweilen die Sanddünen entlang und beobachteten den Sonnenuntergang und entdeckten dabei auch jede Menge große schwarze Käfer, die hastig über den Sand liefen.

Stefan

Beetle

Als wir zurück kamen, gab es ein einfaches aber köstliches Gericht und wie fast alles hier vegetarisch.

Starter

Campfire

Sogar Chapati und Chai Tee wurde frisch für uns zubereitet. An Hygienevorschriften darf man hier wirklich nicht denken, aber die wunderschöne Wüstenkulisse lässt vieles vergessen. Abgesehen davon, war es bereits dunkel, als wir bei der Hauptspeise angelangt waren und so sah man die kleinen Insekten am Essen auch nur sehr vage. Stefan war noch ziemlich angeschlagen, hielt aber tapfer durch.

Nach dem Essen brachten wir unsere Liegen rauf in die Sanddünen und breiteten unsere Schlafsäcke darauf aus. Wir konnten zahlreiche Sterne und das Aufgehen des Mondes beobachten. Irgendwann schliefen wir ein.

Moonrise

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