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Blog - Aktuelle Neuigkeiten
Du bist hier: Startseite1 / Vietnam und Angkor Wat 20192 / Ankunft Nha Trang
Nha Trang

Ankunft Nha Trang

6. März 2019/0 Kommentare/in Vietnam und Angkor Wat 2019/von Manuela und Stefan

Es ist kurz vor 5 Uhr Früh als im Bus plötzlich das Licht angeht und der Fahrer laut rufend verkündet, dass wir in Nha Trang sind und in Kürze aussteigen müssen. Wir sind überrascht, dass es so früh ist, war doch unsere Ankunft erst für 7 Uhr vorgesehen. In Vietnam ticken die Uhren halt etwas anders. Aber kein Wunder, sind wir auch die ganze Nacht durchgerast. An Schlaf war kaum zu denken. Stefan konnte zum Glück gut schlafen, kaum in der Waagrechte, waren seine Augen auch schon zu. Mich hat der rege Verkehr bei der Toilette und die etwas heftige Geräuschekulisse fast die ganze Nacht über wachgehalten. Aber in Summe könnte ich dann doch noch knapp drei Stunden schlafen.

Wir stoppen in einer stockdunklen Straße. Hongy hat geplant mit dem Bus um 7 Uhr nach Mui Ne weiterzufahren. Stefan und ich werden den Tag in Nha Trang für Sightseeing nützen und erst den Sleepbus am Abend nehmen. Wie bestellt und nicht abgeholt stehen wir nun vor dem Reisebüro, das uns die Busgesellschaft genannt hat und wo wir unser Gepäck bis zur Weiterfahrt deponieren können. Wir stehen eine Weile, als plötzlich ein verschlafener Mann mit seinem Moped kommt, die Rollbalken hochschiebt, die Türe öffnet,seinen Computer startet und ein Lied nach dem anderen vorspielt.

Ich informiere ihn darüber, dass wir unser Gepäck erst am Abend abholen. Er kontrolliert unser Ticket, erweckt aber den Eindruck, dass er sich nicht auskennt und Englisch spricht er auch nicht. Über Google Translate versuche ich ihm nochmals die Information zu übermitteln. Daraufhin nickt er zustimmend, meint dass alles ok ist und bittet mich, ein englisches Lied auszusuchen. Meine Wahl fällt auf „Banana Pancakes“ von Jack Johnson und er ist glücklich.

Wir marschieren zum Strand.

Es ist jetzt gerade einmal 5:20 Uhr und zu unserer Überraschung sind bereits jede Menge Einheimische am Strand unterwegs. Vorwiegend ältere Leute, die hier ihre Qi Gong Übungen machen, sich anschließend im Meer abkühlen und dann zur Arbeit gehen. Wir überlegen kurz, ob wir auch ein paar Übungen machen sollen, können uns dann aber doch nicht motivieren. Wir beobachten lieber die Leute und den wunderschönen Sonnenaufgang.

Man merkt wie die Stadt langsam erwacht und wir mit ihr.

Stefan kann sich dann doch noch motivieren, den obligatorischen Kopfstand am Strand zu machen.

Langsam gehen wir zurück zum Reisebüro, da Hongy ihren Bus nicht verpassen möchte. Hongy hört, wie im Reisebüro darüber gesprochen wird, dass unsere beiden Plätze im Bus am Abend angeblich nicht verfügbar sein sollen. Dieser Sache werden wir gleich nachgehen, bevor wir mit dem Sightseeing beginnen. Wir quälen zwei völlig unmotivierte Angestellte und bitten sie um Bestätigung, dass unser Bus planmäßig am Abend von hier nach Mui Ne fährt und unsere Plätze gesichert sind. Die beiden schicken uns daraufhin in ein anderes Reisebüro ums Eck und meinen, dass wir dort richtig sind. Dort kommen wir wenige Minuten später an und erzählen nochmals unser Geschichte. Drei junge Damen schauen völlig verwirrt, so als ob wir die ersten Touristen sind, die Bus fahren möchten. Sie beratschlagen sich ein paar Minuten und meinen dann, dass wir den Direktor anrufen sollen. Da werden wir dann doch ein wenig bockig und sagen, dass wir das nur von ihrem Telefon aus machen. Daraufhin ruft sie dort an und bestätigt wenige Minuten später den Bus für den Abend. Sie bittet uns, unser Gepäck um 17 Uhr wieder abzuholen, da sie um diese Zeit schließen. Gleichzeitig notiert sie eine Adresse, wo wir mit dem Gepäck auf den Bus warten sollen. Wir wollen noch schnell die genannte Adresse ausfindig machen. Siehe da, bei der Adresse handelt es sich um ein Café nur drei Häuser weiter. Wir zeigen dem Besitzer unser Ticket und informieren ihn, dass wir um 17 Uhr mit dem Gepäck kommen werden. Er ist völlig irritiert und weiß davon gar nichts. Wir versuchen es ihm nochmals zu erklären, da kommt schon eine von diesen Schnarchnasen aus dem Reisebüro und klärt die Sache auf. Ein englischsprachiger Gast in dem Café merkt schmunzelnd an, dass hier scheinbar die Arbeit für das Reisebüro ins Café verlagert wird. Wir sind fürs Erste zufrieden, kaufen uns noch einen frischen Orangensaft und starten unsere Sightseeingtour.

Nha Trang

Nha Trang

Zuerst kommen wir an einer Schule vorbei, die als Start in den Tag, eine Show beim Eingang vorführt.

Als nächstes führt uns unser Weg auf einen Berg hinauf zu einer katholischen Kathedrale.

Nha Trang

Nha Trang

Es ist inzwischen kurz nach 7 Uhr und es sind schon drei Brautpaare hier für Fotoshootings. Sie strahlen um die Wette.

Die Müdigkeit ist uns ins Gesicht geschrieben und wir freuen uns jetzt schon, wenn wir am Abend im Schlafbus liegen können. Es hat heute an die 32 Grad und es ist windstill. Nicht gerade das richtige Wetter für eine Stadtbesichtigung. Wir beschließen eine kurze Pause einzulegen und kaufen uns Frühstück. In Gastgarten nicken wir abwechselnd ein. Um hier nicht völlig wegzukippen, machen wir uns auf den Weg zu der Long-Son-Pagode, deren Herzstück die 14 Meter hohe weiße Buddha Statue oben am Berg ist.

Inoffiziell wird diese als Wahrzeichen von Nha Trang gesehen. Von dort aus haben wir einen tollen Blick über die Stadt. Wir legen eine kurze Rast auf der Treppe im Schatten bei der Buddha Statue ein, aber sobald wir uns nicht bewegen, schlafen wir auf der Stelle ein :).

Bei einer Affenhitze geht es weiter zum Po Nagar, einem ehemaligen hinduistischen Tempelkomplex des Champa-Reiches in Nha Trang.

Die Tempelanlage wurde Mitte des 8. Jahrhunderts von den Cham gegründet, im 9. Jahrhundert erweitert und nach ihrer Zerstörung im 11. Jahrhundert wiederaufgebaut.

Es sind jede Menge Touristen hier vorzufinden.

Wir nehmen das Taxi und fahren weiter zu einer Markthalle, die im Internet empfohlen wurde, sind davon aber sehr enttäuscht. Es gibt hier ausschließlich unnötiges Zeugs in schlechter Qualität und es wirkt alles sehr ungepflegt. Unser Besuch fällt daher entsprechend kurz aus und wir kehren auf einen frischen Fruchtsaft ein und pausieren wieder ein bisschen.

Danach gibt es noch Mittagessen in einem Straßenlokal, unsere Wahl fällt heute auf eine köstliche Pho mit Rind.

Es handelt sich dabei um die traditionelle vietnamesische Nudelsuppe mit vielen Kräutern, Sojasprossen und Chili. Die Vietnamesen essen diese schon zum Frühstück und auch den ganzen Tag über liebend gerne. Ein gutes Essen bei der Hitze.

Wir beschließen, einen weiteren Spaziergang am Strand zu machen und genießen das warme Wasser auf den Füßen.

Wir gehen soweit, bis wir an einem Einkaufscenter vorbeikommen und zwecks Abkühlung einen Blick rein machen. Wir sind aber auch davon sehr enttäuscht. Aufgrund der stetig steigenden Anzahl an Touristen aus Russland, werden hier die Preise auf europäisches Niveau und darüber angehoben. Sachen die man drei Gassen weiter an einem Straßenstand um billiges Geld kaufen kann, werden hier zu horrenden Preisen angeboten. Die Schilder sind großteils auch schon auf Russisch beschriftet. Eine klare Zielgruppe ist hier zu erkennen.

Wir haben jetzt genug vom Sightseeing und machen uns auf die Suche nach einer Fussmassage. Nach ca. 2 Kilometer werden wir fündig. Ein wahrer Genuss und unsere Füße haben sich das nach der heutigen Tour schon verdient.

Nach einer Stunde gehen wir wie auf Wolken und sind bereit für einen weiteren Spaziergang durch die Stadt. Haben wir schon erwähnt, dass die Vietnamesen in jeder Position schlafen? Der Polizist am Motorrad ist ein ideales Beispiel dafür.

Gegen halb 5 holen wir unsere Koffer im Reisebüro ab und verstauen diese im Café und gehen in ein indisches Restaurant ca. 2 Kilometer entfernt. Stefan hat seit Tagen Appetit auf indisches Curry.

Gegen 18.30 Uhr kommen wir ins Café zurück und warten auf unseren Bus.

Als es schon nach 19 Uhr ist, fragt uns ein Gast, ob er unser Ticket sehen darf und ruft eigeninitiativ bei der Busgesellschaft an. Er erfährt, dass der Bus angeblich in 7 Minuten da sein wird. Nach dieser Zeit bleibt plötzlich ein junger Bursche mit seinem Motorbike stehen und fordert uns auf die Gasse entlang zu gehen. Auf die Frage wie weit, meint er bis zur nächsten Kreuzung. Ich bestehe darauf, dass er mit uns mitkommt, da wir ihn nicht mehr aus den Augen verlieren möchten, bis unser Bus endlich da ist. Das nächste Eck stellt sich als dreimal ums Eck dar. Für einen Europäer ist diese konfuse Vorgehensweise wirklich nicht nachzuvollziehen. Wir landen wieder in einem Reisebüro. Unser inzwischen drittes heute. Ein Blick auf unser Ticket, heftiges Kopfschütteln, ein paar Telefonate, ein heftiges herumstreichen auf einer Liste und plötzlich sagt man uns: “ Wait, wait 5 Minutes“. Na gut, das ist mal eine Ansage. Wir warten also. Nach 15 Minuten fragen wir nach und erfahren, dass wir noch 10 Minuten warten sollen. Der Vorgang wiederholt sich dann ein weiteres Mal. Plötzlich bleibt ein Minibus stehen, sagt, dass wir einsteigen sollen und ab geht es. Auf unsere Frage ob der Bus nach Mui Ne geht, wird nicht eingegangen. Jetzt sitzen wir da im Bus und hoffen, dass uns dieser zum Sleepbus bringt. Die Fahrt dauert ziemlich lange, aber wir kommen dann doch beim Busbahnhof an und da wartet auch schon der große Bus. Wir bekommen schnell einen Platz im ausgebuchten Bus zugeordnet. Dieser Bus ist gepflegter als der von letzter Nacht. Bei meinem Platz ist nur der Regler für die Belüftung abgebrochen und lässt sich nicht regulieren und so bläst in voller Ladung eiskalte, klimatisierte Luft auf mich runter. Ich bitte einen der Organisatoren um ein spitzes Teil, damit ich da reinstochern und die Lüftung ausmachen kann. Das wird mit einem Kopfschütteln abgelehnt und er verstellt die Lamellen so, dass jetzt nicht mehr meine Füße, sondern meine Beine angeblasen werden. Ich gebe auf und lasse mich 4 Stunden gut kühlen. Gekühlt hält sich ja bekanntlich länger.

Aus den Lautsprechern ist vietnamesische Musik zu hören, einige starten wieder die Videotelefonie oder hören Musik ohne Kopfhörer. Stefan spielt dann auch laut Musik mit seinem Handy in der Hoffnung, dass die anderen es als Störung empfinden und sich dann ruhig verhalten. Weit gefehlt, das stört keinen der Einheimischen im Bus. Zum Glück sind wir immer noch so müde und schlafen, mit unserem Handgepäck am Schoß, rasch ein.

Good bye Nha Trang

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https://i0.wp.com/2-minutes.today/wp-content/uploads/2019/03/img_5071.jpg?fit=2608%2C2048&ssl=1 2048 2608 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2019-03-06 06:00:072019-12-15 14:38:35Ankunft Nha Trang
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