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Tokio: Laufen, Messer & Karaoke

13. März 2020/0 Kommentare/in Japan 2020/von Manuela und Stefan

Heute Früh laufen wir zum Fischmarkt, der nur wenige Kilometer von unserem Hotel entfernt ist, dort wollen wir auch gleich frühstücken. Auf den Straßen ist deutlich mehr los, da viele schon am Weg in die Arbeit sind. Es ist wieder sonnig und frühlingshaft warm.

Beim Fischmarkt angekommen, erfahren wir, dass dieser hier nur noch im kleineren Format besteht, der große Fischmarkt ist ein ganzes Stück weiter übersiedelt, ist aktuell aber wegen dem Coronavirus für Besichtigungen gesperrt.

Eine spontane Planänderung und wir laufen weiter zum Tokugawa Garten, der sich in der Nähe befindet.

Der Garten ist um einen Teich herum angelegt und illustriert die natürliche Landschaft Japans. Besonders schön sind die alten Pinienäume aber auch die Rapsfelder, Zwetschgenbäume und all die andere Gewächse verleihen dem Park ein besonderes Flair. Die ersten Blüten zeigen sich schon in ihrer Pracht, wie schön muss es hier erst sein, wenn in den nächsten Wochen alles in voller Blüte steht.

Inzwischen ist es Vormittag und der Wunsch nach Frühstück macht sich breit. Am Rückweg zum Hotel fallen wir in einer Bäckerei ein, die sich in einem schicken Hotel befindet.

Am Nachmittag steht flanieren im Ginza Viertel am Programm. Hier reihen sich die Einkaufscenter und in deren Inneren finden sich fast ausschließlich Luxuslabels.

Genug gesehen, fahren wir noch weiter in die Kappabashi Straße. Hier befindet sich ein Hauswarengeschäft neben dem anderen. Seit wir in Kyoto das Messer gekauft haben sind wir völlig fasziniert davon und möchten nun auch noch ein Brotmesser kaufen. In einem Messergeschäft in dem viele professionelle Köche ihr Kochwerkzeug kaufen, werden wir auch fündig. Die Freude ist jetzt schon groß, wenn wir unsere neuen Küchenutensilien zu Hause ausprobieren können. Es ist auch schon Ladenschluss. Wir bringen unsere Einkäufe ins Hotel und machen uns fertig fürs Abendessen.

Dieses wollen wir heute im Shinjuku Viertel rund um die Golden Gai Straße zu uns nehmen. Die Golden Gai liegt zirka eine halbe Stunde U-Bahnfahrt vom Hotel entfernt.

Schon am Weg hin sind wir uns einig, heute nach dem Essen in einer der kleinen Bars nur noch einen schnellen Absacker zu nehmen und dann nach Hause zu fahren. Wir haben heute schon mehr als 22.000 Schritte gemacht und sind ziemlich müde. Unsere Wahl fällt auf ein Bulgogi Lokal und wir grillen unser Fleisch am Tischgrill. Zum Leidwesen von Stefan sitzen wir wieder am Boden im Schneidersitz.

Für den Absacker danach suchen wir uns in den sehr schmalen Gassen nebenan eine kleine Bar. In diesen Gassen sind ausschließlich Bars aneinandergereiht. Allesamt sehr klein und gesteckt voll.

Wir werden in eine überfüllte hineingebeten. Dort wird Karaoke gesungen. Das hatten wir eigentlich erst für morgen geplant, aber die Stimmung dürfte gut sein, also gehen wir rein.

Wir lernen gleich mal 4 Männer aus Serbien kennen. Einer von Ihnen ist Profi Volleyballspieler und lebt in Tokio, die anderen sind bei ihm zu Besuch. Es stellt sich ein weiteres Pärchen zu uns. Die beiden sind aus Schweden. Schnell sind wir eine größere Gruppe,unterhalten uns bestens und singen auch gemeinsam. Vor allem Stefan und Peter der Volleyballspieler geben ein Duett zum Besten.

Aus dem geplanten kurzen Besuch wurden ein paar Stunden. So verlassen wir alle lange nach der letzten Metro die Bar und fahren um halb drei Uhr Früh mit dem Taxi nach Hause. Unser Taxifahrer verpasst dann noch die Abzweigung zu unserem Hotel, entschuldigt sich höflich und stellt sofort das Taximeter ab. Ja, so sind sie Japaner. So viele nette, höfliche und zuvorkommende Menschen sieht man wirklich nur in Japan.

What an amazing night!

https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png 0 0 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2020-03-13 22:00:002020-03-15 07:52:10Tokio: Laufen, Messer & Karaoke

Tokio

12. März 2020/0 Kommentare/in Japan 2020/von Manuela und Stefan

Heute Früh stürzen wir uns gleich ins Großstadtgetümmel. Wow, was für eine Stadt. Sehr cool, architektonisch erste Klasse, total lebendig und trotzdem nicht laut, weil sich die Japaner generell sehr ruhig verhalten. In den Einkaufsstraßen hört man jede Menge Ansagen oder Musik aus den zahlreichen Lautsprechern der vielen Geschäften.

Nach dem Frühstück wollen wir uns als nächstes das Manga Viertel in Akihabara ansehen.

Ein Manga Mädchen spricht uns auch schon an und lädt uns ein, in das Maid Cafe zu kommen.

Das geben wir uns jetzt und denken, dass das ein ganz normales Cafe nur mit etwas kindischem Personal sein wird. Doch da liegen wir völlig falsch. Sie führt uns mit dem Aufzug in ein Obergeschoß, als die Türen öffnen, werden wir laut quietschend von 4 Mädchen in ihren Maidkostümen begrüßt. Wir trauen unseren Augen nicht. Der ganze Raum ist rosa und es sieht aus wie in einem Prinzessinenhaus. Unfassbar, dass hierher auch erwachsene Menschen kommen. Die Speisekarte sieht aus wie eine für Kinder. Man kann zwischen verschiedenen Paketen wählen, die entweder ein Gericht oder auch nur ein Dessert inkludieren.

Jedes dieser Angebote beinhaltet ein Foto mit dem Mangamädchen. Fotos vom Raum und den Mädchen darf man nicht machen. Gegen eine zusätzliche Gebühr würden die Mädchen auch eine kurze Tanz- und Singshow vorführen. Aber das lassen wir aus. Wir müssen ständig irgendein Kindersprüchlein nachplappern und „miau“ rufen, als der Eisbecher serviert wird. Als ich die Mädchen frage, wie alt sie sind, antworten sie mit „3 and 5 years“. Wir können es nicht nachvollziehen, warum selbst Einheimische hier scheinbar ihre Mittagspause verbringen und Essen bestellen, welches mit kindlicher Dekoration serviert wird.

Man darf hier maximal eine Stunde verbringen, dann muss man das Cafe wieder verlassen. Diesen Zeitrahmen wollen wir keinesfalls ausschöpfen und gehen schon bald wieder. Draussen auf der Straße treffen wir noch auf einige Maids. Wir sind immer noch total irritiert von dem Erlebnis.

Als nächstes besuchen wir ein Fotogeschäft und begutachten die vielen verschiedenen Fotoapparate, da Japan als das Herstellerland in Sachen Kameras zählt.

Beim Flanieren durch die Stadt stoßen wir auf ein Standing Sushi Lokal. Wie der Name schon verrät, steht man beim Essen an der Bar, wählt aus dem Sushiangebot, welches frisch vor uns zubereitet wird. Wir entscheiden uns für 5 verschiedene Sorten Thunfisch und weil die sooo gut sind, bestellen wir noch eine zweite Runde.

Satt gegessen und glücklich, geht es weiter zur Shibuya Crossing.

Diese Kreuzung ist immer stark belebt. Der überbreite und kreuz und quergehende Zebrastreifen erlaubt es allen Fußgängern gleichzeitig zu gehen, weil auf allen Seiten die Fahrzeuge angehalten werden.

Es ist total spannend zu beobachten wie gut das funktioniert. Zu Stoßzeiten laufen hier angeblich um die 15.000 Menschen pro Grünphase über die Kreuzung.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im belebten Shibuya Viertel, welches als beliebter Treffpunkt in Tokio bekannt ist. Wir entdecken eine schicke Rooftop Bar, von deren Terrasse wir einen guten Blick auf die Shibuya Kreuzung haben und der wir am Abend unbedingt einen Besuch abstatten möchten.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang wollen wir bei der Rainbow Bridge sein. Man sollte hier immer genug Zeit einplanen. Einerseits ist vor allem in der Metro vieles auf Englisch angeschrieben, folgt man allerdings dem Wegweiser, sucht man spätestens bei der nächsten Weggabelung vergebens weitere Hinweise. Wir sind die letzten Wochen schon den einen oder anderen leeren Kilometer gelaufen.

Das letzte Stück zur Rainbow Bridge führt uns über ein riesiges Plateau mit beeindruckenden Wolkenkratzern.

Tokio erinnert mich an Manhattan, nur etwas weniger eng bebaut uns ruhiger. Der Blick auf die Rainbow Bridge ist ein beliebter Spot für Fotografen.

Wie im Zeitraffer wird der Tag zum Abend und die Stadt wird nach und nach mehr beleuchtet.

Wir verbringen hier gut eineinhalb Stunden, bis wir vom Wind völlig durchgefroren zurück ins Shibuya Viertel fahren. Wir haben heute Gyoza Gusto und finden rasch ein Restaurant. Es stellt sich heraus, dass wir unsere Bestellung vorm Restaurant beim Automaten vornehmen müssen.

Im Inneren werden wird uns dann an der Bar das Essen serviert.

Den Abend lassen wir in der Skybar an der Shibuya Kreuzung ausklingen.

https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png 0 0 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2020-03-12 22:00:002020-03-14 15:46:22Tokio

Whalewatching

11. März 2020/0 Kommentare/in Japan 2020/von Manuela und Stefan

Wir sind schon lang vor 6 Uhr wach. Offensichtlich hatten wir die letzten Tage für unsere Verhältnisse zu viel Schlaf.

Vom Zimmer aus, hören wir über den Insellautsprecher plötzlich eine Durchsage auf Englisch. Das ist das erste Mal, seit wir hier sind. Sonst erfolgt immer nur eine Melodie und eine Durchsage auf Japanisch, wenn die Schule beginnt und endet und ebenfalls wird die Mittagspause und deren Ende eingeläutet. „Attention please, this is an announcement“, können wir erneut hören. Wir können vernehmen, dass sämtliche Fahrten der Schnellfähre für heute aufgrund des starken Wellenganges gestrichen wurden. Das ist ziemlich blöd, da wir bereits Tickets für die Schnellfähre um 16:10 Uhr haben, um unseren Flug nach Tokio rechtzeitig zu bekommen.

Beim Frühstück sagt uns Nagai, dass die langsame Fähre den Betrieb für heute aufrecht erhält. Unsere Rückkehr ist also gesichert.

Wir machen unser Gepäck reisefertig und lassen es noch im Hotel zurück. Um 9:30 Uhr starten wir die Whalewatching Tour und tauschen davor noch unsere Tickets für die langsame Fähre am Nachmittag um.

Vom Hafen fahren wir mit einem Motorboot, welches von unserem Hotelbesitzer gesteuert wird, ein kleines Stück hinaus aufs Meer.

Es dauert nicht lange, da taucht schon der erste Wal aus dem Wasser auf, kurz darauf ein weiterer und um einiges größer als der zuvor.

Nagai erzählt uns, dass die Wale für gewöhnlich viel weiter draußen im Meer sind, es sich bei diesen beiden aber um die Mutter und ihr Kind handelt. Die Mutter lehrt dem Kind im etwas seichteren und ruhigeren Meer das richtige Auf- und Abtauchen. Es ist sehr interessant zu beobachten und wir waren überrascht, dass sie so nahe ans Boot herankommen.

Fasziniert kehren wir nach eineinhalb Stunden zurück zum Hafen. Wir machen noch einen Spaziergang und kehren erneut auf ein Mittagessen in der little Kitchen ein.

Es steht eine zweistündige Fahrt mit der langsamen Fähre vor uns. Ein intensiver Seegang lässt das riesige Schiff entsprechend stark schaukeln. Richtig heftige Seestürme möchten wir hier nicht miterleben müssen.

Wir legen in Nara an. Nachdem wir jetzt früher hier sind als ursprünglich geplant, versperren wir unser Gepäck in den Schließfächern beim Anlegeplatz der Fähre und besuchen noch einen Markt im Stadtzentrum von Nara.

Am frühen Abend holen wir das Gepäck wieder ab und fahren weiter zum Flughafen. Es klappt alles wunderbar und die Maschine rollt auch schon auf die Startbahn, als plötzlich die Stewardessen gestresst durch die Gänge flitzen, das Flugzeug stehen bleibt und den Motor abstellt. Ein paar Reihen weiter vor uns auf der anderen Seite sehen wir, wie sie um einen Mann herumstehen. Da erfolgt auch schon die Durchsage, dass es aufgrund des Gesundheitszustandes eines Passagiers zu einer Verzögerung kommt. Die Türe wird nochmals geöffnet und ein Sanitäter führt den kranken Passagier raus aus dem Flugzeug. Wir hoffen, dass jetzt keine Coronahysterie aufkommt und der Flug womöglich gecancelt wird. Aber zum Glück geht alles gut aus und wir können mit einer halben Stunde Verspätung fliegen und landen um 23:30 Uhr in Tokio.

Mit der Monorail fahren wir in die Stadt, checken schnell ein und gehen noch etwas essen. Am Weg zum Hotel haben wir ein uriges Ramenlokal gesehen, das noch offen hatte, da wollen wir hin.

Der ältere Herr am Herd kann auch etwas Englisch und freut sich über Gäste aus Österreich, weil er klassische Musik und vor allem alles von Mozart so gerne mag. Wir essen köstliche Ramen in warmer Suppe ehe wir um zwei Uhr ins Bett fallen.

Gute Nacht Tokio!

https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png 0 0 Manuela und Stefan https://2-minutes.today/wp-content/uploads/2021/02/2-Minutes-Logo.png Manuela und Stefan2020-03-11 22:00:002020-03-13 11:50:26Whalewatching
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