Heute Früh nehmen wir unterwegs wieder den obligatorischen Fruchtsaft ein und frühstücken anschließend beim Italiener.

Danach gehen wir zum Feira (Markt) in Ipanema und besichtigen dort viele Kunsthandwerke.

Irgendwie vergeht die Zeit heute sehr schnell. Schnell kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten und zischen zurück in unser Zimmer, um uns für das Sambódromo aufzubrezeln.

Ab in die Maske, rein ins Kostüm und schon sind wir in der Metro.

Wir möchten vorm Sambódromo auch noch schnell das Museu do Amanhã und dann noch eine bekannte Graffiti Wand besichtigen.

Es ist sagenhaft, was sich hier abspielt. Die ganze Stadt steht Kopf. In der Metro wird gesungen und getanzt und aufgrund fehlender Instrumente wird gegen das Dach der Metro geklopft. Es hat wirklich jeder gute Laune und niemand käme nur annähernd auf die Idee, sich über den Lärm zu beschweren. Wir finden das genial und würden eine solche Mentalität in Wien sehr begrüßen.

Wir „stecken“ in der Metro und beobachten das bunte Treiben und dabei wird uns bewusst, dass sich das Museum wohl nicht mehr ausgeht.

Planänderung! Wir fahren gleich zum Sambódromo und essen unterwegs noch etwas. So sind wir rechtzeitig dort.

Ein Straßenimbiss weckt unser Interesse. Hier gibt es wieder diese tollen Teigtaschen und den Zuckerrohrsaft, der auf der Straße frisch gepresst wird.

Einfach köstlich das Essen und die Bewirtung. Die Dame vom Imbiss freut sich über unseren Besuch und spendiert uns noch einen weiteren Zuckerrohrsaft.

Wir finden es bemerkenswert, dass wir mehrfach davor gewarnt wurden mit der Metro zum Sambódromo zu fahren. Und am Weg dorthin sollen wir die Karten unbedingt gut verstecken und keinesfalls sagen, dass wir welche haben. Jetzt wo wir da beim Straßenimbiss sitzen, müssen wir fast schmunzeln, da sich wirklich kein Mensch für uns interessiert.

Zufrieden abgespeist bewegen wir uns Richtung Eingang. Fünfzehn Minuten später kommen wir dort an und stellen uns zur Warteschlange. Die Sonne knallt runter, es hat heute 36 Grad. Die geübten Karnevalbesucher haben Regenschirme mit, um sich vor der Sonne zu schützen. Es dauert noch knapp eine Stunde bis zum Einlass. Vor uns steht eine Frau mit ihrer Mutter und einer Freundin. Die Freundin bietet uns einen Platz unterm Schirm an. Stefan nimmt ihr dafür das Halten ab. Die junge Frau Camila de Avila, eine brasilianische Journalistin, spricht englisch und es ergibt sich ein sehr nettes Gespräch. Wir reden über brasilianische Musik und dabei erwähnt sie bescheiden, dass ihre Lieder auf Spotify zu hören sind.

Zufällig haben wir Karten für den selben Sektor und so wird schnell klar, dass wir Plätze nebeneinander suchen möchten. Ihr Vater kommt auch noch dazu. Eine sehr entzückende Familie, die uns sofort ins Herz geschlossen hat. Sie wohnen in einer anderen brasilianischen Stadt, in Belo Horizonte, reisen aber jedes Jahr zum Karneval nach Rio.

Der Vater von Camilla möchte uns unbedingt in sein Haus einladen. Zu schade, dass wir am Mittwoch Abend schon abreisen und deren Heimatort zu weit weg ist von Rio.

Wir hätten die Familie nur zu gerne besucht. Fausto, der Vater von Camila, nennt Stefan „brother in my heart“. Familie De Avila ist Anhänger der Sambatanzschule Magueira.

Beim Sambadromo geben an diesem Tag 7 Tanzschulen ihre Show in der 700 Meter langen Arena zum Besten. Jede einzelne Parade dauert ca. 60 Minuten, danach wird die Arena gereinigt und 20 Minuten später startet die nächste Parade.

Es herrscht eine unglaublich gute Stimmung und bei mir kommt Gänsehaut auf. Wir können nicht glauben, so etwas tatsächlich miterleben zu dürfen. Unsere neuen Freunde erzählen uns sehr viel zum Ablauf und über die Tanzschulen selbst. Die Brasilianer haben allesamt eine derartige Freude an dieser Veranstaltung. Aber wir können es inzwischen nachvollziehen. In unserer Reihe sitzt eine weitere Familie. Eine Pensionistin und ihre Angehörigen. Sie heißt Rosy und kommt sehr bald auf uns zu und möchte viel über uns wissen. Auch sie versucht, so viele Informationen als nur möglich an uns weiter zu geben. Ihr erwachsener Sohn lauft los, um eine Broschüre in englischer Übersetzung zu finden. In Brasilien findet man kaum etwas ins Englische übersetzt. Aber er gibt nicht auf und wird lange später dann doch noch fündig. Sie möchten es auch für uns zu einen unvergesslichen Erlebnis machen.

Wir halten bis inklusive der vorletzten Parade durch. Um 7 Uhr in der Früh kommen wir mit der Metro zu Hause an. Jetzt müssen wir nur noch den Flitter von Gesicht und Körper entfernen. Um halb acht Uhr gehen wir endlich zu Bett.

Bom noite Karneval

Heute konnten wir für unsere Verhältnisse endlich mal ausschlafen. Gleich nach dem Frühstück suchen wir die Busstation für den Bus, der uns nach Argentinien bringen soll. Bei den Stationen findet man hier keinerlei Hinweise, was die Suche etwas erschwert. Die Einheimischen sind aber sehr hilfsbereit und so dauert es nicht lange bis wir im richtigen Bus sitzen. An der Grenze verlassen wir den Bus und gehen zur Zollstation, um den Stempel für die Ausreise aus Brasilien zu holen.

Wir sind ganz offensichtlich nicht die Einzigen die Ausreisen, aber zu unserer Überraschung dauert es nicht allzu lange bis wir alle Stempel erhalten. Jetzt warten wir dafür umso länger auf den nächsten Bus. Es hat heute eine Affenhitze. Irgendwann trifft dann endlich der Bus ein und wir fahren weiter. Doch etwa 3 Minuten später müssen wir erneut aussteigen, weil wir an der argentinischen Grenze sind und dort zur Immigration müssen. Wir hoffen, dass der Bus auf uns wartet, was uns ziemlich naiv erscheint. Aber tatsächlich steht dieser noch da, als wir vom Zollgebäude rauskommen. Es geht weiter bis man uns irgendwann den Hinweis gibt auszusteigen. Da stehen wir nun wieder bei einer Bushaltestelle im Nirgendwo und bei gefühlten 35 Grad. Schon kommt ein Einheimischer auf uns zu und bietet uns für umgerechnet 12€ ein Taxi zum Nationalpark an. Fünfzehn Minuten später sind wir auch schon da.

Bei strahlendem Sonnenschein gehen wir den ersten Trail entlang durch den Dschungel. Es ist heute ein Tag der Fauna und Flora. Die argentinische Seite des Nationalparks ist noch viel schöner als die brasilianische von gestern.

Wir sehen einige Tiere und bekommen eine Vielzahl von Tiergeräuschen zu hören.

Jeder einzelne Wasserfall entlockt uns ein „Wow“, aber als wir am Ende des letzten Trails ankommen, hält unser Atem fast an. Es ist unbeschreiblich schön und löst eine Stimmung aus, die nicht in Worte zu fassen ist.

Zu Recht zählen die Wasserfälle von Iguazú zu dengrössten Wasserfällen der Welt mit 20 grösseren sowie 255 kleineren Wasserfällen sind sie als eines der Weltwunder der Natur bekannt.

Wir marschieren jetzt schon seit Stunden durch den Regenwald und spüren, dass uns die Hitze doch ein wenig schwächt. Wir gehen zurück und kaufen uns Empanadas und ein kühles Bier und ruhen uns im Schatten ein wenig aus.

Wir haben uns für die Mondscheintour angemeldet und starten um 20:30 Uhr. Der Zug führt uns weiter rein in den Regenwald. Ganz ohne Beleuchtung gehen wir den 1 Kilometer langen Garganta del Diablo Trail entlang zu jener Stelle, die uns am Nachmittag schon schwer beeindruckt hat. Es ist die letzte Vollmondnacht heute, wir haben wirklich Glück exakt zu dieser Zeit in Argentinien zu sein. Der Regenwald wirkt in der Nacht besonders aufregend und man kann noch mehr Tiergeräusche wahrnehmen als tagsüber. Der Vollmond sorgt für ausreichende Beleuchtung.

Wir freuen uns, nochmals unsere Lieblingsstelle in diesem Nationalpark erleben zu dürfen. Das Wasser schießt in unermesslichen Mengen die Schlucht hinunter.

Die aufsteigende Gischt lässt das Wasser auf uns rieseln, bis wir völlig durchnässt den Rückweg antreten. Kurz vor 22:30 Uhr laufen wir zum Eingang, um den letzten Linienbus Richtung Puerto Iguazú zu erreichen und schaffen diesen gerade noch. Von dort planen wir ein Taxi zurück nach Brasilien zu nehmen, da kein öffentlicher Bus mehr fährt. Wir steigen aber irrtümlich eine Station zu früh aus. Nachdem wir – wie immer – hungrig sind, klappern wir noch die kleinen Straßenlokale ab, bis wir eine kleine Kneipe finden und Empanadas bestellen.

Endlich satt, suchen wir uns ein Taxi und treten die 30minutige Heimfahrt an. Um 1 Uhr Früh sind wir wieder im Hotel in Brasilien und blicken auf einen wundervollen Tag zurück.

In meiner Jugend fuhr ich Vespa und immer wieder denke ich gerne an die Zeit.

Unlängst in einem Urlaub habe ich mir eine moderne Vespa ausgeborgt und diese hat die Vorzüge von früher ohne die Nachteile von früher, d.h. sie funktioniert uns ist groß genug, dass man auch mit 1,90 Meter darauf Platz hat.

Oft dachte ich daran, dass es nett wäre, wenn ich  kleine Fahrten in Wien mit einer Vespa erledigen könnte, aber deswegen eine kaufen?

Jetzt gibt es die perfekte Lösung – mo2drive – Vespa sharing in Wien.

Das Konzept ist ähnlich zu car2go oder DriveNow.

Die Registrierung ist schnell erfolgt und schon kann man für 19 Cent pro Minute durch Wien cruisen.

  

Wenn Du Dich anmeldest und 15 Extra-Freiminuten haben möchtest, dann sende mir Deine Email Adresse an info@2-minutes.today.

(Ich werde sie nur für die Freundschaftswerbung verwenden und nachher löschen.)