Watersplash in Saigon

Heute Früh machen wir uns gleich auf den Weg, um unsere Megkong Tour für den nächsten Tag zu buchen und frühstücken anschließend in einem Café.

Wir mögen das Sitzen im Freien und das Beobachten der Menschen. Wie geschickt sie durch den Verkehr kommen und wie einfallsreich sie beim Beladen ihrer Mopeds sind. Selbst der Transport eines großen Teppichs stellt kein Problem dar. Dieser wird einfach auf die Sitzfläche gelegt und der Fahrer setzt sich auf den Teppich und es geht auch schon los.

Zu Fuß gehen wir durch die Stadt bis zum Mariamman Tempel.

Es handelt sich dabei um einen Hindu-Tempel der der Göttin des Regen ‚Mariamman‘, gewidmet ist. Er wurde im späten 19. Jahrhundert von Händlern aus Indien gebaut. Der Mariamman Tempel ist der einzige Hindu-Tempel in Saigon.

Ein Besuch dort verspricht Wunderkräfte, Glück und Reichtum. Wir sind schon gespannt, ob sich nach unserem Besuch unser Leben verändern wird :).

Es hat heute 38 Grad und nachdem wir mit Sightseeing soweit fertig sind, nehmen wir Hongy‘s Rat an und gehen zu Mittag ins Rex Hotel schwimmen. In Saigon kann man in den Hotels ein Tagesticket kaufen und hat damit Zugang zum Hotelpool.

Die Abkühlung im Pool ist herrlich, und darauf folgt Relaxen im Schatten unterm Sonnenschirm. Angenehm ruhig ist es hier und am Pool auf der oberen Terrasse sind ausser uns nur wenige Leute hier. Wir liegen da eine Weile, als plötzlich eine Gruppe von Mitarbeitern mit Feuerlöschern anrückt, die Liegen im hinteren Bereich zu uns vor schiebt und dort mit den Brandübungen beginnt. Es beginnt mit dem theoretischen Teil. Die armen Mitarbeiter stehen da im Dienstgewand bei 38 Grad und hören brav zu. Dann kommt der Benzinkanister zum Einsatz. Es steht ein Trog bereit, in den Benzin gegossen und entzündet wird.

Schwarzer Rauch bildet sich und es stinkt ziemlich übel. Der Vorgang wiederholt sich zirka acht Mal und so bekommt jeder von ihnen die Möglichkeit, die Flammen zu löschen. Wir finden das einerseits unerhört, schließlich zahlt man hier für vietnamesische Verhältnisse ein Vermögen für eine Tageskarte, andererseits ist es aber lustig und die paar wenigen Gäste am Pool flüchten und wir dürfen den Pool jetzt unser Eigen nennen. Wir liegen noch ein bisschen und nützen die Zeit, um unser Hotel für Kambodscha zu suchen.

Am Nachmittag gehen wir wieder zu Fuß Richtung Quartier. Wir haben beim Herfahren ein stylisches Interieursgeschäft gefunden und möchten einen Blick rein machen. Sehr schöne Einrichtunggsgegenstände werden hier geboten. Aber es ist alles zu sperrig zum Mitnehmen und nach Österreich versenden sie nicht.

Als wir im Park ankommen treffen wir auf jede Menge Einheimischen. Sie machen nicht nur Morgensport, sondern kommen auch am frühen Abend hierher um Qi Gong zu machen oder auf den Fitnessgeräten zu turnen.

Eine Gruppe spielt das hier sehr beliebte Fußfederball. Geschickt kicken sie sich die Federbälle zu. Das war lustig zu beobachten.

Wir gehen jetzt zielstrebig ins Zimmer und machen uns frisch für das Abendessen. Dieses nehmen wir heute in einem der Seafood Restaurants am Night Market ein. Davor stehen wieder die Wannen mit dem frischen Seafood und man kann sich etwas aussuchen. Unsere Wahl fällt heute auf Red Snapper und einen Hot Pot mit einer Unmenge an frischen Scampi.

Zu unserem Entsetzen wurden die Scampi noch lebend serviert und mussten leiden, als sich der Teller durch sie kochende Flüssigkeit im Topf angebrutzelt wurden.

Zum Glück kommt die Kellnerin und schmeißt sie in den Topf mit der Suppe. Das Essen schmeckt ausgezeichnet. Anschließend suchen wir uns noch eine halbwegs ruhige Bar, was hier gar nicht so einfach ist, und trinken noch einen Absacker.

Gute Nacht Saigon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.