Hoi An – Tauchen bei den Cham-Inseln

Cham-Inseln

Irgendwie schaffen wir es im Urlaub auch nicht auszuschlafen. Wir kommen keinen Tag vor halb 2 Uhr ins Bett und heute ist schon wieder um 6:45 Uhr Tagwache, wir einen Tauchausflug geplant haben und werden entsprechend zeitig abgeholt werden. Per Minibus geht es zum Hafen und von dort aus weiter mit dem Boot eine Stunde zu den Cham-Inseln. Die Cham-Inseln bilden eine Gruppe von 8 kleinen Inseln von Quảng Nam, die einen Teil des Cu Lao Cham Marine-Parks bilden, einem von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservat. Diese Inseln sind bei Tauchern besonders beliebt.

Cham-Inseln

Eine kurze Begrüßung der Crew und die Vorstellung des Programmes, dann müssen wir auch schon die Schwimmwesten anlegen, mit dem Nachsatz, dass wir diese gleich wieder ablegen können, sobald wir den Hafen verlassen haben. Wirklich logisch klingt das nicht, aber vietnamesische Vorschriften sind strikt einzuhalten.

Schon nach ein paar Minuten ist ein enorm starker Wellengang zu spüren und wir werden kräftig hin und her geschaukelt. Es dauert nicht lange und den ersten Passagieren wird übel. Wir sind leider auch davon betroffen. Unser Tauchguide bittet uns ans Heck zu kommen, um die Tauchgänge zu besprechen. Es gibt kleine Gruppen. Neben Stefan und mir ist noch eine Engländerin bei uns im Team und unser Tauchguide. Seit meinen Taucherlebnissen in Cuba werde ich jedesmal vorm Tauchen etwas nervös, aber sobald ich dann unter Wasser bin, packt mich dann doch die Begeisterung. Stefan sagt mir, dass auch er immer aufgeregt ist und wir das schaffen. Der Wellengang lenkt mich ohnehin gut ab. Uns ist speiübel, ich darf mich dann kurz vorm Ankern auch wirklich noch entleeren. Grad noch gekotzt und jetzt soll ich tauchen, ob das gut geht? Am Boot zu bleiben und weiter zu schaukeln ist aber auch keine Alternative und abgesehen davon würde es mir dann leid tun. Also rein ins Vergnügen.

Nach einer kurzen nervösen Phase, tauchen wir auch schon ab. Wir haben schlechte Sicht und starke Strömung. Es ist mein 6. Tauchgang und bisher hatte ich immer klare Sicht, also gilt es gegen die neue Situation anzukämpfen. Stefan hatte schon an die 30 Tauchgänge und kennt das schon. Es dauert nicht lange und ich gewöhne mich an das viele Plankton. Die 45 Minuten unter Wasser vergehen sehr schnell. Wir tauchen auf und bekommen einen kleinen Snack. Doch den müssen wir allerdings auslassen, da vielen von uns wieder schlagartig übel wird, als wir das Boot betreten. Wir sitzen hinten am Heck und können uns vor Übelkeit gar nicht die Neoprenanzüge von den Schultern ziehen. Unser Fokus ist auf den Horizont gerichtet, um die Übelkeit im Zaum zu halten, schließlich folgt gleich ein weiterer Tauchgang und da gilt es fit zu sein.

Wir fahren ein Stück weiter zu einer anderen Insel der Cham-Inselgruppe. Dort erhoffen wir uns bessere Sicht. Da uns allen beim ersten Tauchgang am Ende schon kalt war, ziehen wir noch einen Shorty über unsere Neoprenanzüge an. Bei diesem Spot ist viel mehr los und es liegen einige kleinere Tauchboote vor Anker. Rein ins Wasser und die Übelkeit ist auch schon wieder weg. Die Sicht ist tatsächlich besser. Wir sehen viele große blaue Seesterne, Lionsfische, Clownfische, Stonefische, Muränen, Cloudmuränen, die aussehen wie Wasserschlangen und viele riesige, wunderschöne Anemonen.

Cham-Inseln

Cham-Inseln

Beim zweiten Tauchgang bin ich immer derartig begeistert und hoffe, dass die nächsten 45 bis 50 Minuten möglichst langsam vergehen. Doch unter Wasser ist man so sehr abgelenkt, da vergeht die Zeit wie im Flug und wir machen uns auch schon wieder zum Auftauchen bereit, ein Safety Stop von 3 Minuten und wir sind auch schon wieder an der Wasseroberfläche. Wir schwimmen zum Boot und schleppen uns mit der schweren Taucherausrüstung aufs Boot hinauf. Die ersten sitzen schon wieder mit Übelkeit am Heck aufgereiht. Als das Equipment von der Crew verstaut ist, geht es auch schon ein Stück weit zu einer Bucht mit wunderschönem Strand.

Cham-Inseln

Mit Fischerbooten werden wir zum Lokal gebracht und bekommen köstliches Mittagessen. Nach dem Essen haben wir noch Zeit und verbringen diese am Strand und genehmigen uns einen Powernap bei 30 Grad, blauem Himmel, Sonnenschein und Meeresrauschen. Da schläft man wie ein Baby :).

Cham-Inseln

Cham-Inseln

Am Nachmittag geht es wieder zurück zum Hafen. Eine weitere Stunde Fahrtzeit begleitet mit Übelkeit wartet auf uns, gefolgt von einer halben Stunde Busfahrt. Völlig erschöpft davon kommen wir am frühen Abend in Hoi An an, schleppen uns ins Zimmer und fallen nach der Dusche gleich mal aufs Bett. Ein weiterer Powernap ist jetzt nicht zu verhindern. Danach sind wir mit Hongy zum Essen verabredet. Heute entdecken wir ein Lokal, in dem auch die Einheimisches gerne essen.

Hoi An

Es gibt eine Platte mit unterschiedlichen Gerichten, die für diese Gegend typisch sind. Nach dem Essen sind wir endlich wieder bei Kräften und fit für den Abend. Ein kleiner Spaziergang, danach trinken wir mit Hongy noch einen Gin Tonic und Kaffee und anschließend gehen Stefan und ich noch zum Nightmarket.

Hoi An

Hoi An

Am Weg nach Hause kehren wir noch in einem Straßenlokal ein und trinken frischen Fruchtsaft.

Gute Nacht Hoi An

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