Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Anreise sind wir pünktlich in New Dehli gelandet. Nach der Immigration und Geld beheben konnten wir nach insgesamt einer Stunde den Flughafen verlassen und unser Fahrer Rami brachte uns mit rasantem Fahrstil und jede Menge Gehupe nach Agra. Dabei stellt er einen neuen Rekord von 3 Stunden auf. Kein Wunder, ist er auch gefahren als hätte er uns gestohlen.

Rami goes Agra

Im AirBnB Homestay Coral Tree um 5:15 Uhr angekommen, brachten wir unser Gepäck schnell ins Zimmer und machten uns gleich auf den Weg zum Taj Mahal. Dort wurden wir – wie kann es auch anders sein – dazu überredet einen Personal Guide zu nehmen. So kam es, dass wir von Dev durch das Taj Mahal’s geführt wurden.

In front of Taj Mahal

Taj Mahal

Er war nicht nur ein guter Guide, sondern auch ein begnadeter Fotograf und nach der Tour führte er uns in einen typischen indischen Straßenimbiss zum Frühstücken.

Streetfood breakfast

Dort haben wir uns durchgekostet, frei nach dem Motto „no Risk, no fun“ und wenn schon „Dehli Belly“, dann auf köstliches Essen und gleich zu Beginn 😊.

Nach unserer Taj Tour ging es wieder zurück ins Homestay und wir wurden von der Vermieterin mit einem weiteren traditionellen Frühstück verwöhnt, anschließend gönnten wir uns eine kurze Mittagsrast. Danach machten wir uns zu Fuss ins Ortszentrum auf und fanden ein kleines Kaffee in dem es anstatt Filterkaffee auch Espresso gab. Was für eine Wohltat. Nach der kurzen Kaffeepause nahmen wir ein Tuk Tuk und fuhren zum Agra Fort.

Dancing girl in Agra Fort

Auch hier wurde wieder auf unsere soziale Ader gedrückt und schon hatten wir erneut einen Personal Guide an unserer Seite. Aber ehrlich gesagt, finden wir so einen Guide ganz gut, weil man weitaus weniger Zeit beim Besichtigen benötigt und so gleich an die wirklich interessanten Stellen gebracht, spannende Hintergründe erfährt und Tipps für die richtigen Fotopunkte erhält.

Dann wollten wir eigentlich mit dem Tuk Tuk zurück ins Hotel fahren. Nur ganz so einfach ist das nicht, weil der Tuk Tuk Fahrer unterwegs einfach stehen bleibt und ein „Kollega“ zusteigt und schon findet man sich innerhalb weniger Minuten im nächsten Marble Shop wieder.

Marble Madness

Dort landet man in den Fängen eines überaus erfolgreichen Power Sellers und seiner Gehilfen. Obwohl wir jedes Mal gesagt haben, dass wir „sicher!!!“ nichts kaufen werden und sie dafür auch „Verständnis“ zeigten, gingen wir mit so einen Firlefanz wieder raus. Heute staubten wir auf diese Art und Weise einen Elefanten und einen Magneten ab – aus hochwertigem Marmor und feinster Handarbeit versteht sich. Naja und ein Pashmina Schal ging auch noch mit. Aber wir haben uns geschworen, dass wir ab morgen unser „nicht nein sagen können“ ablegen werden.
Irgendwann haben wir es dann doch geschafft bis vor unsere Unterkunft zurück zu kommen wo uns schon ein Fahrrad Rikscha Fahrer erwartete und mit dem wir gleich noch eine Agra Rundfahrt machten.

Rikscha

Ein paar Stunden später und nach einem opulenten Abendessen fuhr er uns wieder nach Hause. Erschöpft vom ersten Tag und den vielen tollen Eindrücken werden wir heute schwer wie indischer Marmor ins Bett fallen 😊.

Mit dem DriveNow geht es zum Flughafen Wien-Schwechat.

Nachdem wir den „extrem, verbesserten“ Check-in Prozess geschafft haben, erreichen wir gerade noch die Maschine nach Frankfurt.

#Do-Everything-By-Yourself-But-Airline-Needs-Same-Number-Of-Ground-Staff-Because-Nobody-Knows-What-To-Do

In Frankfurt angekommen, heißt es die nächste Challenge zu bewältigen –
mit Sneakers ausgerüstet, laufen wir quer über den Frankfurter Flughafen, um unseren Anschlussflug zu erreichen.

Dehli wir kommen

 

Mit dem A380 geht es anschließend von Frankfurt nach Dehli.

A380

Unsere Vorbereitung für Indien war für uns schon recht amüsant, wenngleich auch etwas aufwändig.

Wir haben uns den 1000 Seiten starken besorgt, das Buch „“ reingezogen, und uns dann über die indische Bürokratie hergemacht, um zu unserem Visa zu kommen und Zugtickets via Cleartrip bei IRCTC zu buchen.

Das für Indien typische „yes, yes“ war bereits in dieser Zeit unser ständiger Begleiter.
Selbst wir haben uns davon anstecken lassen und bereits fleißig das „indische“, achterförmige Kopf wackeln geübt.

Selbst beim Buchen der Tigersafari wären wir beinahe einer „falschen“ Webseite aufgesessen und hätten dann sicher keine Tiger gesehen.

Lediglich AirBnB für die 1. Unterkunft funktionierte zumindest beim Buchen halbwegs nach europäischen Maßstäben, mal sehen, was uns dann wirklich erwartet.

Besonders lustig war für uns die Reaktion all jener Leute, mit denen wir über unsere bevorstehende Reise gesprochen haben. Das ging von „Wow, cool!“ Bis hin zu „Na geh, warum?“. Doch 2 Sturschädeln wie wir lassen uns davon nicht irritieren.

Da wir den Flug recht knapp gebucht haben, blieb uns nicht viel Zeit für die Vorbereitung und selbst diese wurde aufgrund von spontanen Wohnungsbesichtigungen und Recherchen noch weiter verkürzt.

Und so war es dann, dass wir spät abends mit dem Koffer packen angefangen haben und uns noch ein paar Unterkünfte fehlen.

 

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Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden. Das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.” “Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?” fragte der Junge. “Der Wolf, den ich füttere.” antwortete der Alte.