Sonnenaufgang

Abschied Ngorongoro

Der frühe Vogel fängt den Wurm :). Auch heute müssen wir wieder zeitig aus dem Bett und wir treffen uns mit Raji um 6:30 Uhr beim Frühstück. Wir haben einen tollen Blick auf den Sonnenaufgang über dem Ngorongoro Krater.

Um sieben Uhr ist Abfahrt. Unsere Safari geht zu Ende und Raji führt uns heute zurück nach Arusha zum kleinen Flughafen und wir fliegen heute weiter nach Sansibar.

Die letzten 9 Tage waren von der Früh bis Abends spannend, lustig, beeindruckend sehr erholsam und extrem kurzweilig. Raji ist ein super Guide und hat einen sensationellen Job gemacht. Man merkt, dass ihm seine Arbeit Spaß macht. Dabei wollte er eigentlich ursprünglich Anwalt oder Buchhalter werden.

Am Weg zurück sehen wir noch ein paar Tiere und fahren durch viele Dörfer. Wir sehen Frauen, sie im kleinen Bach neben der Straße die Wäsche waschen.

Von Zeit zu Zeit müssen wir stoppen, da Kuhherden die Straßen blockieren. „Pole Pole“, sagt man auf Suaheli und meint damit „langsam, langsam“. Das haben wir auf unserer Reise oft gehört, wenn wir noch „schnell“ ein Foto machen wollten, kam immer die Antwort „Pole Pole“.

Kurz vor Arusha bleiben wir noch in einer Art Gallery stehen. Ein großes, modernes Gebäude in dem man Souvenirs jeglicher Art kaufen kann, allerdings zu hohen Preisen.

Raji bleibt noch bei dem Straßenstand stehen an dem wir am ersten Tag die roten Bananen gekauft haben. Er möchte seiner Frau und seinem Vater welche mitbringen, weil sie Bananen gerne essen.

Wir kommen am kleinen Flughafen vor Arusha an – time to say goodbye. Wir verabschieden uns von Raji und geben unser Gepäck mal ab. Jetzt haben wir noch genug Zeit und essen eine Kleinigkeit. Köstliche Samosa mit einer höllisch scharfen Chilisauce, made in Tansania. Man kann hier schon fast ein bisschen Inselfeeling spüren.

Wir fliegen mit einer kleinen Propellermaschine, die bis zu 12 Personen Platz bietet.

Ein tolles Erlebnis, obwohl es sehr eng und heiß ist in der Maschine.

Bevor wir abheben, ruft eine etwas verängstigte Amerikanerin dem Piloten zu, ob er routiniert ist. Er dreht sich daraufhin zu uns um und sagt, dass es sein erster Flug ist, er aber sein bestes geben wird und grinst von einem Ohr zum anderen.

Nach gut eineinhalb Stunden landen wir auf Sansibar und ein Fahrer wartet schon auf uns. Eine weitere Stunde später kommen wir im Retreat Hotel Sansibar in Matemwe an. Eine herzliche Begrüßung und schon sind wir am Strand.

Das Wasser hat 30 Grad, das Wetter ist herrlich und wir marschieren über weißen Pulversand. Der Sand ist sehr besonders. Man kann darauf gehen oder laufen, ohne einzusinken und trotzdem ist er angenehm weich und pulvrig. Die Einheimischen fahren mit den Mopes den Strand entlang, ohne im geringsten einzusinken.

Es ist Zeit für unseren Sundowner und wir genießen den Blick auf Meer und die warmen Temperaturen.

Nach dem Abendessen kommen plötzlich eine Menge Angestellte singend, tanzend und mit Löffeln klappernd aus der Küche und tanzen bei allen Gästen vorbei. Salome, die Frau des Hotelbetreibers hält eine große Torte vor sich, die sie dann unter den Gästen aufteilt. Das Hotel feiert heute seinen 13. Geburtstag. Jan, der Besitzer erzählt uns, dass er ursprünglich aus Finnland kommt und vor vielen Jahren Urlaub auf Sansibar gemacht hat. Damals hat er den Besitzer dieser Villa kennengelernt, der es verkaufen wollte. Jan hat es gekauft und es zum Hotel umfunktioniert.

Hier halten wir es die nächsten Tage sicher gut aus.

Lala Salama Sansibar

Ngorongoro Krater

Mission „Big five“ completed

Die letzte Nacht im Camp ist vorüber. Es war toll, nächtens die Stimmen der Tiere zu hören und auch die letzte Dusche im Freien nehmen wir ganz bewusst wahr.

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von der Crew, sie sind alle so herzlich und dankbar.

Um 8.30 Uhr ist Abfahrt. Unser Ziel ist heute der Ngorongoro Krater. Wir sind schon gespannt, was uns erwartet.

Entlang des Weges treffen wir immer wieder auf Flamingos, Giraffen, Büffel, Zebra, Elefanten und allerhand sonstige Tiere.

Beim Gate des Serengeti Nationalparks kümmert sich Raji um die Ausfahrtspapiere und zeigt auf einen Hügel, von dem aus wir noch ein letztes Mal einen schönen Ausblick auf den Serengeti Nationalpark haben. Er hat uns nicht zu viel versprochen, ein toller Blick und wir spüren etwas Wehmut aufkommen. Wie toll unser Urlaub bisher war. Aber noch ist er nicht zu Ende.

Wir setzen die Fahrt fort und zu Mittag sind wir bereits beim Krater. Wir stehen vor der weltweit größten inaktiven, intakten und nicht gefüllten vulkanischen Caldera. Der Krater entstand, als der große Vulkan vor zwei bis drei Millionen Jahren explodierte und in sich zusammenfiel.

Der Krater weist einen Durchmesser von 17 bis 21 Kilometer und eine Fläche von rund 265 Quadratkilometer auf. Der Kraterboden liegt auf 1700 Meter über den Meeresspiegel und die Kraterwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch.

Wir haben uns den Krater nicht so grün vorgestellt, sind aber sehr beeindruckt von dem, was wir hier zu sehen bekommen.

Im Krater leben zahlreiche Tiere. Die ansässigen Tiere machen keine Migration, sondern verbringen das ganze Jahr über hier. Es gibt hier immer ausreichend Wasser und Gras, sodass es keine Notwendigkeit gibt weiterzuziehen.

Wir hoffen, das wir heute das letzte Tier der big five entdecken, das Rhinozeros. Es bleibt also spannend bis zuletzt. Raji warnt uns aber vor, dass man die Rhinos oft nur aus der Ferne sieht.

Wir entdecken zahlreiche Flamimgo Babies, Büffel, unsere geliebten Zebras, aber auch Elefanten und Affen. Es fällt uns auf, dass die Tiere hier weniger scheu sind. Raji erklärt uns, dass sie an Touristen gewöhnt sind, da hier sonst sehr viel los ist.

Zu Mittag machen wir halt auf einem großen Picknickplatz. Allerdings wird empfohlen im Auto zu essen, da hier große Vögel nur darauf warten, das Essen zu stehlen. Wir sitzen also im Auto und genießen das Essen und unterhalten uns mit Raji. Kleine, gelbe Vögel fliegen zum offenen Dach und hoffen, etwas vom Essen abzubekommen, die kleinen sind aber harmlos.

Nach dem Essen setzen wir unsere Tour fort. Als Raji sein Fernglas zur Hand nimmt, ahnen wir schon was jetzt kommt. Er lächelt uns an und sagt: „Guys, are you ready for the Rhino?“ Ohja und wie wir das sind. Er fährt ein Stück weiter, als wir plötzlich nicht nur einen sondern gleich fünf Rhinos vor uns sehen. MISSION ‚BIG FIVE‘ COMPLETED.!! Wir haben auf dieser Safari so viel mehr gesehen, als wir erwartet haben und sind somit mehr als glücklich und dankbar.

Eine Weile fahren wir noch im Krater entlang und beobachten die Tiere, als wir erneut auf Löwen treffen. Recht vom Weg im Gras liegt die Mutter und links des Weges untern Baum liegen einige Löwenkinder. Es dauert nicht lange und das erste kommt schon vor, vorbei an dem Auto uns weiter zur Loewenmutter. Das nächste folgt schon kurz darauf und versucht auf den Baum zu klettern.

Der Versuch war noch etwas holprig und tollpatschig, aber wenn er brav weiter übt, wird aus ihm vielleicht mal ein toller Baumlöwe. Es ist sehr unterhaltsam, wie er da im im Baum hängt und nicht recht weiß, wie er weiter soll.

Es bewegt sich immer noch einiges unter dem Baum und nach und nach kommen weitere kleine Löwen hervor und gehen zu ihrer Mama. Gemeinsam mit ihrer Mutter sind es 14 Löwen. Wir meinen, das ist ein wahrhaftig sensationeller Abschluss unserer Safari und machen uns auf den Weg in die Lodge, die sich oben an der Kraterkante befindet.

Am Weg dorthin werden wir noch von Affen unterhalten, die sich am Wegesrand vergnügen.

In der Loge beziehen wir unser Zimmer mit einem sensationellen Blick in den Krater. Den Sundowner nehmen wir heute auf der Terrasse und genießen noch einmal den Blick in den Krater. Wir befinden uns hier auf rund 2.300 Meter Höhe und es wird nach dem Sonnenuntergang spürbar kalt. Der Kellner heizt den großen Kamin im Innenbereich für uns an. Raji leistet uns Gesellschaft. Er erzählt uns noch einiges über die typische Konstellation einer Familie in Tansania, über seine fünf Brüder und deren Familien. Er erzählt uns auch, dass die meisten Menschen nur ein oder zwei Zimmer mieten und dort mit der Familie wohnen. Bad und WC teilt man sich mit den Bewohnern der anderen Zimmer. Die Preise belaufen sich pro Zimmer auf rund 20 US Dollar. Hat man ein geregeltes Einkommen, dann mietet man sich nach Möglichkeit eine ganze Wohnung, für eine solche muss man in etwa 200 US Dollar im Monat aufbringen. Jene, die ein etwas besseres Einkommen haben kaufen ein Stück Land und bauen ein kleines Häuschen drauf. Die Häuser sind oft sehr dicht aneinander gebaut.

Nach dem Essen ziehen wir uns ins Zimmer zurück, da wir morgen zeitig aus dem Bett müssen.

Lala salama Ngorongoro Krater

Löwe

Kopjes Rocks

Wir hatten eine angenehme Nacht. Immer wieder waren Löwen und Hyänen zu hören. Das war sehr faszinierend.

In der Früh besucht uns schon ein Vogel beim Waschplatz vor unserem Zelt. Er setzt sich oberhalb der Waschschüssel auf die Leine des Zeltes und hüpft dann völlig ohne Scheu immer näher an uns ran, bis er schließlich am Boden neben uns frech herumspaziert.

Um 8 Uhr ist Abfahrt zu den Kopjes Rocks.

Schon nach 300 Metern Fahrt, entdecken wir hinter unserem Camp 8 Löwen, die auf Nahrungssuche sind. Eine Löwin war die Leaderin und sitzt im hohen Gras und hält Ausschau nach einer möglichen Beute, während sich die anderen in den Schatten unter einem Baum zurück ziehen.

Wir verharren ziemlich lange hier und beobachten die faszinierenden Großkatzen. So nah waren sie also an unserem Camp dran. Ins Camp kommen sie laut Raji eher selten, da die Crew über Nacht vor jedem Zelt Petroleumlampen hängen lassen und das symbolisiert den Tieren Feuer und davor fürchten sie sich.

Unmittelbar nach den Löwen treffen wir auf Giraffen und machen wieder halt. Wenn das so weitergeht, bekommt Raji heute nicht mehr die Möglichkeit uns die Kopjes Rocks zu zeigen. Aber wir sind täglich aufs Neue von den vielen Tieren fasziniert.

Wir fahren ein Stück weiter und entdecken eine Elefantenherden mit zwei Babyelefanten. Inzwischen können wir gar nicht mehr sagen, welches Tier unser Favorit ist, aber unter den Top 4 liegen Zebras, Giraffen, Löwen und Geparden.

Wir fahren ein ganzes Stück und bewundern die Landschaft, bis wir den ersten Kopjes Rock sehen.

Für den Film „König der Löwen“ hat einer der Kopjes Rocks, der Königsfelsen eine bedeutende Rolle gespielt.

Die riesigen Kopjes ragen aus dem ringsherum flachen Grasland in die Höhe und fügen sich in die ohnehin schon atemberaubende Landschaft der Serengeti ein.

Die Erde in der Serengeti besteht aus Vulkanfelsen und Asche. Unter dieser Schicht befindet sich eine noch ältere Schicht metamorphen Gesteins. Forscher sagen, dass vor rund 4 Millionen Jahren, große Mengen an Magma aus der Erdkruste entwichen und abgekühlt riesige Granit- und Gneisschichten bildeten. Im Laufe der Zeit erodierten die nachgiebigeren und oberflächigen Felsen und legten die Granitstrukturen frei, die heute als Kopjes zu sehen sind.

Die Landschaft hier ist wirklich besonders. Ein unendlich wirkendes Flachland aus dem stellenweise die Kopjes Rocks empor ragen.

Auf einem riesigen Stein entdecken wir einen Löwen. Ganz oben liegt er und schläft. Die Löwen liegen gerne auf diesen großen Steinen, das diese warm sind und sie von da aus eine gute Sicht auf die Beute haben.

So wie er da liegt, erinnert er an König der Löwen. Seinen großen, schönen Kopf hat er auf der Pfote liegen und sieht richtig knuddelig aus. Als er uns entdeckt, schaut er immer wieder mal auf und als er sieht, dass wir harmlos sind, legt er sich wieder hin. Diese Tiere hier haben alle ein tolles Leben, der ganze Tag besteht aus fressen und schlafen. Wenn man die Tiere in der Wildnis beobachtet, möchte man gar nicht daran denken, wie sich so ein Tier im Zoo fühlen muss.

Wir sehen, dass beim Felsen daneben auch ein Löwe liegt. Auch er nimmt uns zur Kenntnis, zieht es aber vor, sich weiter auszuruhen.

Als wir beim dritten großen Kopjes vorbeikommen, erwartet uns der nächste Löwe. Jetzt könnte man glauben, dass es langweilig wird, aber genau das Gegenteil ist der Fall.

Unser nächster Fundus ist eine Geparden Mutter mit ihren 4 Kindern. Es kommen noch ein paar wenige Safariautos zum Beobachten dazu. Die Babies suchen den Schatten und kriechen unter eines der Autos und spielen dort. Die fürsorgliche Mutter ruft immer wieder mal ihren Kindern zu.

So geht das eine ganze Weile, als die Mutter zu unserem Auto kommt, rundherum geht und dann plötzlich hinten raufspringt und an den Reserverädern stehenbleibt. Sie steht auf Augenhöhe zu uns und ist keinen Meter von uns entfernt. Am liebsten möchten wir sie streicheln, doch das wäre dann doch zu gefährlich und würde sie nicht zulassen.

Von hier oben sucht sie nach ihrer Beute und ruft ihren Babies zu. Zwei freche Babies kommen zu unserem Auto, eines springt auf unsere Motorhaube und das zweite hängt sich auf den Autoreifen und kratzt am Kotflügel. Nach geraumer Zeit entdeckt die Gepardin Gazellen in der Ferne, springt wieder runter, ruft ihren Kindern zu und sie ziehen los.

Danach passiert für uns etwas total spannendes. Allen voran geht die Mutter und mit Abstand folgen ihr brav die Kinder. Wenn sie sich ins Gras legt, um von den Gazellen nicht gesehen zu werden, machen es ihr die Jungtiere nach. Es dauert ziemlich lange, bis sie sich an die Beute annähern. Ziel ist es, dass die Mutter angreift und ihr erst dann die Kinder zur Hilfe kommen. So lernen sie es am besten.

Jetzt folgt der entscheidende Schritt. Sie macht noch einen Blick zu ihren Kids, danach bewegt sie sich flach über den Boden, immer schneller und schneller werdend an die Beute heran.

Als sie gerade zum Sprint ansetzen möchte, wird sie von den Gazellen entdeckt.

Sie stoppt sofort, wendet und fängt an, im Gras zu suchen. Damit signalisiert sie der Beute, dass sie nicht interessiert ist, sondern nur herumspaziert. Wir hätten jetzt damit gerechnet, dass die Gazellen schnell das Weite suchen. Aber stattdessen gehen sie der Gepardin ein Stück näher. Mit neugierigen Blicken vergewissern sie sich, ob auch wirklich keinen Gefahr lauert. Offensichtlich war es ihnen doch nicht geheuer und sie laufen los. Die Gepardin gibt auf und geht zu ihren Kindern zurück. Wenn der Abstand zur Beute zu groß ist, setzen Geparden nicht zum Angriff an. Sie können zwar gut 100 kmh in mehr laufen, sind aber Kurzstreckensprinter und hätten keine Chance, da die Gazellen auch bis zu 60 kmh laufen können.

Es ist bereits Nachmittag und wir sind schon hungrig. Mika hat uns wieder Köstlichkeiten eingepackt. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen in der Wildnis und richten den Tisch an.

Wie cool es hier ist. Rund um uns sind abertausende Gnus und Zebras. Wir essen inmitten der Great Migration und genießen nicht nur den Anblick sondern auch die Geräuschekulisse, die uns die Tiere zum Besten geben.

Wir packen wieder alles zusammen und führen die Fahrt fort.

Unser Weg wird immer wieder gekreuzt von Schakalen, Gazellen, Zebras und sonstigen Tieren. Außerdem zeigt sich das Landschaftsbild in einem wunderschönen Licht.

Wir stoßen auf weitere 5 Löwen, dir natürlich unsere gesamte Aufmerksam gewinnen und wir verharren wieder eine Zeit lang bei den Tieren.

Als wir weiterfahren, läuft plötzlich eine Hyäne vor unserem Auto entlang. Sie blickt immer wieder auf uns zurück und wird noch schneller. Wir lassen sie dann aber ziehen.

Es ziehen dunkle Wolken auf und es fängt an zu donnern. Es beginnt hier oft innerhalb von wenigen Sekunden sehr stark zu regnen.

Plötzlich läuft der Wagen unrund. Raji macht einen Blick auf den Hinterreifen und hört schon ein lautes Zischen, die Luft geht aus. Wir haben eine Reifenpanne.

Schnell bleiben wir um gemeinsam den Reifen zu wechseln, bevor der große Regen kommt.

Raji prüft, ob der Reservereifen in Ordnung ist, während ich die Schrauben vom Rad abschraube. Stefan sucht inzwischen zwei große Steine, um den Wagen zu fixieren, was gar nicht so einfach war und als dann endlich welche gefunden waren, mussten diese erst aus der Erde gestemmt werden.

Der Wagen wird mit einem riesigen Wagenheber in die Höhe gestemmt. Es donnert schon kräftig, aber wir helfen alle zusammen und sind rasch fertig.

Wir setzen unsere Fahrt fort und nützen das schöne Licht, um noch schnell die Landschaft und die schönen Bäume zu fotografieren. Kurz darauf beginnt es auch schon heftig zu schütten. Bis wir das Hubdach zugemacht haben sind wir schon nass.

Bereits nach etwa einer halben Stunde macht der Regen eine Pause.

Den nächsten Halt machen wir, als wir Löwen entdecken. Es zeigen sich immer mehr, als wir plötzlich 14 Löwen vor uns haben. Löwen sehen siebenmal besser als der Mensch und gehen daher auch nachts jagen. Die Hinterseite der Ohren sind dunkel und damit kommuniziert das Tier mit seinen Jungen oder anderen Löwen.

Als wir im Lager ankommen regnet es bereits wieder. Mit Lagerfeuer wird es heute wohl nichts. Wir beschließen, statt dem Sundowner einen Raindowner unter der Plane zu uns zu nehmen. Es ist trotz des Regens schön und wir lassen den Tag nochmals an uns vorüberziehen.

Nach dem Abendessen bringt uns unser Kellner Charles einen Karton vorbei und bittet und Freudestrahlend hineinzuschauen.

Er hat im Camp eine Schildkröte gefunden. Liebevoll hat er ihr eine Unterlage aus Heu gemacht und sie in den Karton gesetzt. Er dachte, dass wir noch nie zuvor eine echte Schildkröte gesehen haben und wollte sie uns zeigen. Als ich sie rausnehme, zieht sie sich gleich in ihr Haus zurück. Wir beobachten sie eine Weile und entlassen sie dann wieder in Freiheit.

Ein beeindruckender Tag liegt hinter uns.

Gute Nacht Serengeti